Alsdorf: Realschule Alsdorf dank „Rundlauf” deutlich sauberer

Alsdorf: Realschule Alsdorf dank „Rundlauf” deutlich sauberer

Der Leiter der Realschule Alsdorf, Peter Lambertz, sieht sich zudem auf Grund der öffentlichen Debatte und der Leserbriefe in dieser Zeitung in seinem Vorgehen bestätigt, per „Rundlauf” in allen Klassen seine Schüler „gegen Empfangsbekenntnis” auf einen verantwortungsvollen Umgang mit schuleigenen Gegenständen und Vermeidung von Müll eingeschworen zu haben.

„Bei mit hat es keine Beschwerde gegeben, auch nicht von Eltern. Im Gegenteil. Ich habe viel Zustimmung Erfahrung, auch von Schülern. Und: Die Schule ist von einem auf den anderen Tag deutlich sauberer geworden!”

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei denjenigen, welche die Sekundärtugenden hochhalten und dies auch öffentlich so formuliert haben”, sagt er. Allerdings hatte das Vorgehen von Lambertz heftige Schelte des Alsdorfer Anwalts für Strafrecht, Dieter Ferner, ausgelöst, der sich auf Kritik aus Reihen der Elternschaft berief. Ferner hatte die SPD- und ABU-Fraktion mit der Bitte angeschrieben, den Sachverhalt auch in der „Lokal-Politik” zu thematisieren. Der Anwalt schrieb von „Lehnsarbeiten”, „Duckmäusertum”, „Denunziantentum”, „Leibeigenen” sowie „Verkennung sämtlicher Fürsorgepflichten und Rechtsgrundsätzen”.

„Es hat ja nicht an Appellen und Gesprächen gefehlt. Das hat aber alles nicht gewirkt”, sagt der so Angegangene. Lambertz sieht zwei Gründe für Vandalismus und Achtlosigkeit. Zum einen würden Schüler leider auf Grund der Debatte über den allgemeinen Zustand des Gebäude und den Neubau auf dem Annagelände „die Schule als nicht mehr besonders schützenswert ansehen”. Zum anderen führe der Ganztagesbetrieb dazu, dass Schüler zentral im Gebäude versorgt werden und die Nahrungsaufnahme leider mit unliebsamen Folgen verbunden sei. So seien Essensreste fallen gelassen und Müll nicht weggeräumt worden. Speziell aufgestellte Tische seien verschmiert, teilweise sogar zerstört worden.

Der daraufhin von Lambertz verfasste Rundlauf sei in der Lehrerkonferenz vorgestellt und dann auf Grund des drängenden Problems auf den Weg gebracht worden. „Das war aber keine geheime Kommandosache.” Es habe leider keine Sitzung der Schulpflegschaft oder Schulkonferenz angestanden, um dies auch dort zu thematisieren. Dies werde nun alsbald nachgeholt, sichert er zu.

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