Herzogenrath: „realize-Festival“: Ein starkes Netzwerk für kulturelle Vielfalt

Herzogenrath : „realize-Festival“: Ein starkes Netzwerk für kulturelle Vielfalt

Eine Bewertung wie „unglaublich“ fiel häufiger. In der Tat stellt die Europaschule Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der Stadt ein Projekt auf die Beine, das seinesgleichen sucht. Das „realize-Festival“ findet von Freitag, 8. Juni, bis Sonntag, 10. Juni, in Herzogenrath-Mitte und den Stadtteilen Kohlscheid sowie Merkstein statt.

Schon zur Pressevorstellung auf Burg Rode wurde die Einzigartigkeit eines solchen Festivals herausgestellt. Zur Vorstellung unterstrich Europaschulleiter Michael Schmitt: „In Zusammenarbeit mit vielen Initiativen und vielen Sponsoren konnten wir Großes auf die Beine stellen“. Dies sagte der Pädagoge auch im Beisein von Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, der seinerseits ergänzte: „Wir haben nur noch gestaunt, als wir dieses Projekt vorgestellt bekamen.“

Auch wenn es nicht ganz neu für die Rodastädter ist. Der Bürgermeister stellte heraus: „2004 haben wir als Stadt sowas schon mal gemacht, aber diesen Faden, diese tolle Idee greifen wir gerne noch mal auf.“ Die Merkmale dieses Super-Festivals zählte Projektleiterin Nicole Jacobi, sie ist gemeinsam mit Peter Jumpertz verantwortlich, im Auftrag der 49 Schüler auf, die in der Oberstufe werden im Rahmen des Projektkurses jugendkulturelle Aktivitäten unterschiedlichster Art initiiert, entwickelt, unterstützt und darstellt.

Das dreitägige Festival präsentiert mit rund 50 Veranstaltungen und mehr als 1000 Akteuren die ganze Bandbreite der Kultur wie Musik, Theater, Tanz, bildende Kunst, Literatur, Comedy, Film, Medien aber auch Sport-, Heimat- und Umweltthemen.

Jacobi: „Unser realize—Konzept geht von einem soziokulturellen, inklusiven Kulturbegriff aus und hat somit den Anspruch, allen Menschen das kreative Mitgestalten von Kultur zu ermöglichen sowie das soziale Miteinander zu fördern“. Dabei steht ein Ziel im Vordergrund. Nicole Jacoby: „Mitmachen und Mitgestalten ermöglichen. Alle Bürger unserer Stadt Herzogenrath sind zur aktiven Beteiligung am ,realize-Festival‘ eingeladen“. Über 50 Sponsoren in Form von Firmen oder Institutionen wurden gefunden, die dieses sehr ehrgeizige Projekt machen. Der Optimismus bei Schmitt, Jacobi und den anderen Organisatoren ist sehr groß. Rechnet man doch damit, „dass wir das vielleicht in zwei Jahren nochmals auflegen können“.

Projekte dieser Art geben Impulse für eine nachhaltige Erweiterung des örtlichen Kulturangebots und schaffen ein tragfähiges kulturelles und soziales Netzwerk, das auch einer gewissen Nachhaltigkeit unterliegen soll. Die kommunikativen und kooperativen Prozesse werden vom Projektteam der Europaschule Herzogenrath geplant und begleitet.

Die Veranstalter setzen sich aus Vertretern der Stadtverwaltung Herzogenrath und den Schülern und Lehrkräften der Europaschule, Werbering Kohlscheid und dem Gewerbeverein Herzogenrath und anderen Intuitionen zusammen. In der übernächsten Woche wird ein 60 Seiten starkes Programmheft herausgegeben, dass in einer Auflage von 16.000 Exemplaren erscheint. Während Herzogenrath mit einem Konzert der Bluesaders sowie zuvor mit dem DJ Goody startet (18.30 Uhr). Wird in Merkstein das Eröffnungskonzert in der Kirche St. Thekla sein. „Unsere Kleinen richtig groß“, heißt es da. Und auch in Kohlscheid wird zunächst die Musik im Mittelpunkt stehen.

Insgesamt treten zum „realize-Festival“ 13 Gruppen auf, wird Kino angeboten, finden Lesungen oder Soccer-Turniere statt, gibt es auf der Burg Führungen durch die Welt der Zauberer, Ritter oder Hexen. Ausstellungen wie die Herzogenrather Lebensgeschichten sind dabei. Die Vielfalt ist sehr groß.

(mas)
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