Radballturnier Baesweiler

„Preis der schwarzen Diamanten“ : Hochkarätig besetztes Radballturnier in Baesweiler

Eine faszinierende Randsportart erleben Internationales Radball-Turnier in Baesweiler Der RV 1905 Baesweiler richtet erstmals seit 2009 wieder den „Preis der schwarzen Diamanten“ aus.

Das Turnier hat eine lange Tradition, es ist schließlich die 45. Ausgabe. In der Vergangenheit galten die Wettkämpfe in Baesweiler stets als Weltmeisterschafts-Revanche, da das Turnier im Frühjahr das erste große Aufeinandertreffen der besten Mannschaften nach der WM darstellte. Der Preis der schwarzen Diamanten galt in der Radball-Szene als das beste Turnier überhaupt. Auch nach der langen Pause stehen hochkarätige Mannschaften auf ihren Rädern in der Mehrzweckhalle in der Grabenstraße.

Neben zwei Teams aus der der Radball-Bundesliga spielt auch der belgische Meister sowie die armenische Nationalmannschaft um den Preis der Schwarzen Diamanten. Ein Team aus Hannover sowie die eigene, Baesweiler Mannschaft komplettieren das Teilnehmerfeld. Für Baesweiler aufs Rad steigen Tim Hammerer und Thomas Kosub. Mit Marius Hermanns ist sogar ein weiterer Lokalmatador vertreten, er startet jedoch für den Bundesligisten RSC Schiefbahn.

Nach der langen Pause kam den Baesweiler Vereinsverantwortlichen bei einem Weltcup-Turnier die Idee, den Preis der schwarzen Diamanten wieder aufleben zu lassen. Nach einem halben Jahr der Organisation brennt der Vorsitzende des ältesten Sportvereins der Stadt Baesweiler, Oliver Bongartz, schon auf die Austragung. „Langsam werde ich schon nervös.

Die Planungen laufen auf Hochtouren“, sagte der Vorsitzende, der die Faszination der Sportart in ihrer Schwierigkeit sieht. „Radball ist sehr schwer zu erlernen, deshalb ist es wahrscheinlich auch eine Randsportart“, sagte Bongartz. Der Turniername hat lokalen Bezug, da mit den „schwarzen Diamanten“ auf die Steinkohle, die das Baesweiler Stadtbild auch heute noch mitprägt, verwiesen wird.

Das Turnier am Samstag, 27. Oktober, beginnt um 14 Uhr, im Ligamodus treffen alle Teams aufeinander. Der Eintritt in der Mehrzweckhalle in der Grabenstraße in Baesweiler ist frei. Radball wird in Zweierteams gespielt, die Spielzeit beträgt zwei Mal sieben Minuten.

Das Spielfeld ist 14 Meter lang und elf Meter breit, die Füße dürfen während des Spiels nicht den Boden berühren.

Die Rückkehr des Turniers soll jedoch keine einmalige Sache sein. „Wir wollen das Turnier wieder wachsen lassen, dafür müssen die Leute in Baesweiler die Veranstaltung aber auch annehmen“, sagte Bongartz. Er hofft nicht nur auf zahlreiche Zuschauer beim 45. Preis der schwarzen Diamanten, sondern auch auf den ein oder anderen Jugendlichen, der sich für den Radball begeistert.

(nc)
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