Putzroboter reinigt 57.000 Module im Solarpark Herzogenrath

„Solar Cleano“ : Putzroboter sorgt für Klarheit im Solarpark Herzogenrath

Die 57.000 Module des Solarparks Herzogenrath müssen alle zwei Jahre fachgerecht gereinigt werden, damit die Spitzenleistung der Verstromung gewährleistet bleibt. Dafür sorgt Putzroboter „Solar Cleano“.

Man stelle sich vor, 57.000 Fenster putzen zu müssen ... Besser nicht. Damit die Module im derzeit größten Solarpark in NRW, der Green Solar GmbH in den Nivelsteiner Sandwerken, volle Leistung zeigen können, ist regelmäßiges Putzen aber zwingende Notwendigkeit – und zwar alle zwei Jahre.

Eine Fachfirma aus Süddeutschland ist derzeit damit beschäftigt. Wenn auch der Sandstaub vom Abbau unterhalb der von Sandwerken, Energie- und Wasser-Versorgung (EWV) und Stadt Herzogenrath betriebenen Anlage vom Regen abgewaschen wird, so bildet sich übers Jahr hinweg dennoch eine teils moosige Schmutzschicht auf den Glasplatten. Und der rückt nun ein rund 70 Kilogramm schwerer Putzroboter von der Größe einer Schreibtischplatte zu Leibe.

Mit klarem Leitungswasser und schonend rotierenden Bürsten. Spüli oder andere chemische Mittel sind dabei absolut tabu, „weil sie die Dichtungen angreifen würden“, wie Manuel Kobeck von der Fachfirma klarstellt. Per Fernbedienung arbeitet sich der „Solar Cleano“ auf Steigungen bis zu 25 Grad vor, bei einem Tempo von maximal 31 Metern pro Minute.

„Wir sind froh, dass die Spezialisten am Werk sind, so erhalten wir die Leistungsfähigkeit, und auch das blaue Schimmern der Anlage im strahlenden Sonnenschein bleibt so lange schön“, freut sich indes Ingenieur Franz-Josef Türck-Hövener von der EWV, einer der beiden Geschäftsführer des Solarparks Herzogenrath. Solarpark I ist seit 2012 am Netz mit 10,5 Megawatt Spitzenleistung, und Solarpark II im benachbarten Hochfeld legt seit Januar 2017 mit rund 3,8 Megawatt peak nach.

(bea)
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