Provisorium Feldstraße hat ein Ende

To-do-Liste abarbeiten : Alsdorf treibt Sanierung von Straßen voran

Einer der beliebtesten Schleichwege in der Altgemeinde Hoengen wird ab Montag, 14, Oktober, zur Baustelle: die Feldstraße. Gleichzeitig starten Arbeiten in der Michael-Büttgen-Straße.

Bislang nur provisorische Baustraße, weil dort Haus um Haus ein Neubaugebiet entstand, soll die Feldstraße in einem ersten Bauabschnitt von Falter- bis Schillerstraße alle Tribute einer ordentlichen und belastbaren Straße erhalten. In einem zweiten Abschnitt geht es weiter bis zum Krickelsberg. Der Kanal wird darüber hinaus bis zum „Prämiumradweg“ Aachen-Jülich erneuert.

Voraussichtlich bis Mai 2021 werden die Arbeiten dauern, wie Bürgermeister Alfred Sonders vor Ort erläuterte, während auf der provisorischen Rollbahn weiterhin Fahrzeuge vorbeidrängten.

Eine auf einem schweren Sattelschlepper angekarrte, mächtig anmutende Asphaltfräse gab schon mal einen Vorgeschmack auf das, was jetzt auf die Anwohner während der Bauarbeiten zukommt. Da blieben die für den Baubeginn üblichen Spaten glatt ungenutzt „stecken“.

Die Anlieger wissen aber Bescheid, wie Bürgermeister und Bauamtsleiter Michael Göttgens versicherten. Es gab Mitteilungen und Bürgerversammlungen. Auch die Finanzierung (mit grundsätzlicher Option auf Ratenzahlung) ist erläutert worden, und wer noch Fragen hat, kann sich jederzeit an die Stadtverwaltung wenden, betonte Sonders. Während die Kosten für den Kanal auf die allgemeinen Nutzungsgebühren umgelegt werden, tragen die Anwohner für diese sogenannte „Ersterschließung“ laut Baugesetzbuch 90 Prozent der Kosten, den Rest die Stadt. Das Projekt Feldstraße schlägt mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche, 140.000 Euro kostet der Ausbau der Michael-Büttgen-Straße.

Ausdrücklich wurde noch einmal um Verständnis für die Auswirkungen der unumgänglichen Bauarbeiten geworben, die aber möglichst gering gehalten werden. So wird zwar die Baustelle für Fahrzeuge grundsätzlich gesperrt, Anwohnern jedoch zugesichert, dass sie mit ihren Pkw weiterhin die Grundstücke erreichen können. Und wie steht es um die Müllabfuhr? Göttgens kündigte an, dass die Sammelstellen für Mülltonnen noch bekannt gegeben werden. Für die übrigen Verkehrsteilnehmer werden Umleitungen ausgeschildert.

Der Baubeginn Feldstraße markiert aber noch mehr. Es läuft das von der Stadt zuletzt beschlossene „Straßenbau-Reparaturprogramm“ an. Die To-do-Liste soll bis 2028 abgearbeitet werden. „Wir haben den Zustand unserer Straßen im Stadtgebiet im Vorfeld gründlich erfasst und eine Prioritätenliste erstellt, die wir nun in einzelne Baumaßnahmen gießen“, sagte Sonders.

Im Rahmen des Programms stehen ab Montag, 21. Oktober, Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Friedensstraße an. Ab Montag, 4. November, geht es in der Albert-Schweitzer- und Teilen der Alfred-Brehm-Straße, Am Südpark sowie in der Markt- und Potsdamer Straße los.

Das Versprechen der Stadt hierbei lautet: „Der Anliegerverkehr soll in allen Bereichen soweit wie möglich aufrechterhalten werden.“ Vorbehaltlich der Witterung sollen die Arbeiten bis Freitag, 29. November, abgeschlossen werden. In diese Bauphase (in der Regel wird die obere Fahrbahnschicht abgefräst und erneuert) werden rund 250.000 Euro investiert.

Seit dem Jahr 2009 sind laut Stadtverwaltung mehr als 100 Straßen saniert worden. Weitere Programme dürften angesichts des Bedarfs sicherlich folgen, denn alle Straßen sollen in einem Vier-Jahres-Rhythmus geprüft werden. Der Bürgermeister. „Wir werden da ganz gezielt am Ball bleiben“, verspricht er.

Das ist mal eine andere Form von „Straßenfußball“, könnte man meinen.

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