Baesweiler: Pläne für Eventgastronomie am Stadttor

Baesweiler: Pläne für Eventgastronomie am Stadttor

Die Baustelle gleich am Baesweiler Ortseingang ist nicht zu übersehen. Schon seit einigen Wochen sind die Handwerker damit zugange, das ehemalige Restaurant Stenger ordentlich aufzumöbeln. Ein modernes neues Pultdach ist bereits drauf, neue Fenster kommen auch bald rein.

Und drinnen? Da soll möglichst bald ein Pächter eine Gastronomie mit viel Pepp auf die Beine stellen. „Wir hoffen, dass wir ein modernes, innovatives Konzept hinbekommen“, sagt der Oidtweiler Landwirt Bernd Kockerols. Dass er die alte Immobilie gekauft hat und sie jetzt umbaut, sei letztlich auch das: ein großes Abenteuer ...

Eigentlich sollten schon seit Monaten Gäste im neuen Restaurant sitzen können. Doch die Bausub-stanz des vermutlich Anfang 1900 errichteten Gebäudes habe dabei so gar nicht mitgespielt. „Wir mussten viel mehr Baustellen anpacken als gedacht“, sagt Kockerols und fügt hinzu, „jetzt kann uns nichts mehr schocken.“ Die Höhe der alten Decken reichte nicht aus für moderne Küchenstandards, einige Zwischenwände waren auch nicht mehr so wirklich stabil. Und auch unter energetischen Gesichtspunkten ist das Haus eine einzige Mängelliste.

Alles das wird nun angepackt und verbessert. Klar: Ein Abriss wäre hier unterm Strich wohl günstiger gewesen. Das weiß Bernd Kockerols. Doch weiß er auch: Hätte er den Bagger kommen lassen, wäre nie mehr etwas aus dem Lokal geworden. Denn eigentlich dürfte im so genannten Außenbereich der Stadt Baesweiler gar kein Restaurant stehen. Zumindest kein neues — aber für das alte gilt Bestandsschutz.

Deshalb wird nun die Balance gesucht zwischen dem Erhalt der Außenwände und einem schicken neuen Innenleben. Zwischen der Wand aus Feldbrandsteinen, die stehen bleiben darf und dem neuen Dach, das im Gastraum nach oben offen sein wird.

„All‘ das wird schon“, sagt der Investor, für den diese Rolle neu ist. Ende des Jahres soll der Umbau beendet sein, dann sind rund 250 Quadratmeter für die Restaurantnutzung vorbereitet.

Ein Pächter steht allerdings noch nicht parat. Der muss nicht nur „viel Herzblut mitbringen“, wie sich Bernd Kockerols und seine Frau Elisabeth vorstellen, sondern auch ein pfiffiges Konzept. Der Name „Eventgastronomie“ steht im Raum. Also nichts mehr mit gut bürgerlicher Küche? Das wird sich zeigen. „Am besten wäre ein Konzept, das alle Altersgruppen anspricht.“

Auch auf einem neu angelegten Außenbereich sollen Gäste Platz nehmen können. Der Eingang wird weichen — künftig liegt er nicht mehr zur Straße hin, sondern an der Seite, an der vor Weihnachten bislang Tannen verkauft worden sind. Mit dem Anbieter der Bäume werde man sich schon arrangieren, sagt Kockerols, und an Parkplätzen soll es auch so nicht mangeln. Gekegelt wird jedenfalls nicht mehr am Kloshaus 24. Wo früher Kugeln rollten, ist der Bereich für Toiletten entstanden.

Etwas Neues und Attraktives für das Stadttor — auch in dieser Funktion will der Oidtweiler Ortsvorsteher das Restaurant verstanden wissen. „Wir machen da jetzt was ganz Vernünftiges an dieser Stelle“, sagt er. Und das klingt sehr wie ein Versprechen.

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