Würselen: Pfarrkirche St. Marien in Scherberg wird entwidmet

Würselen : Pfarrkirche St. Marien in Scherberg wird entwidmet

Die Tage von St. Marien in Scherberg als Pfarrkirche sind nun endgültig gezählt: Am 30. Dezember um 17 Uhr wird die letzte heilige Messe in dem markanten weißen Kirchenbau gefeiert. Am Ende der Liturgie wird Domkapitular Rolf-Peter Cremer im Auftrag des Bischofs Dr. Helmut Dieser die Entwidmungsurkunde verlesen und die notwenigen liturgischen Schritte zur Entwidmung vollziehen.

Der Ortsausschuss St. Marien bittet alle Gläubigen in der Großpfarrei St. Sebastian, durch ihre Teilnahme an der Messe den Christen in Scherberg ein Zeichen der Solidarität zu schenken.

Nach der Liturgie lädt die Ortsgemeinde zu einem Beisammensein ein. Gegen 20.30 Uhr werden dann das Allerheiligste, das Evangeliar, die Taufgarnitur und die Heiligen Öle in einer Prozession von St. Marien nach St. Sebastian überführt. Nach der Überführung wird in St. Sebastian eine kurze Andacht mit sakramentalem Segen erteilt.

Umwandlung zur Grabeskirche

Vielen Christen haben ihre ganz persönliche Geschichte mit St. Marien, ob als Ort der Taufe, der Erstkommunion, der Trauung oder Firmung, ob als Ort des Kleinkindergottesdienstes und der Exequien, als Kirchenbesucher, Messdiener und Sänger im Kirchenchor

Da es sich um kostbare Erinnerungen handelt, bittet der Ortsausschuss darum, sie nicht für sich zu behalten, sondern sie in kurzen Texten ihm oder im Pfarrbüro mitzuteilen. Es soll ein Buch entstehen, in dem alle diese persönlichen Blicke und Erinnerungen gesammelt werden. Wer sich beteiligen möchte, kann entweder den Briefkasten an St. Marien oder den des Pfarrbüros nutzen. Natürlich kann man Texte und Bilder auch per E-Mail übermitteln an webmaster@sankt-sebastian-wuerselen.de.

Im Rahmen des Patronatsfestes und mit Blick auf die Profanisierung des Kirchengebäudes von St. Marien lädt der Ortsausschuss noch einmal zu einer letzten Kirchenführung ein. Sie findet statt am Sonntag, 10. Dezember, um 15 Uhr. Das langjährige Mitglied des Kirchenvorstands, Hans Peter Pütz, wird die Geschichte der Kirchengemeinde, die Veränderungen des Kirchengebäudes im Laufe der Zeit sowie die Ausstattung des Gotteshauses erläutern. Die Einladung zu Kirchenführung und anschließender Kaffeerunde ergeht an Gemeindemitglieder, Freunde und Gönner von St. Marien.

Nach der Entwidmung wird St. Marien zu einer Grabeskirche umgebaut. Architekt Elmar Sommer, der auch das Columbarium St. Donatus in Brand konzipierte, hat eine Planung vorgelegt. Das hohe, helle Kirchenschiff soll in mehrere Räume unterteilt und so eine wärmere Lichteinspielung erzeugt werden. Insgesamt 2100 Stelenplätze sind vorgesehen.

(ehg)