Würselen: Patientin des Rhein-Maas-Klinikums bedankt sich auf ungewöhnliche Weise

Würselen: Patientin des Rhein-Maas-Klinikums bedankt sich auf ungewöhnliche Weise

Dass Patienten mit Schlaganfällen in die Stroke Unit, die Schlaganfallspezialabteilung des Rhein-Maas-Klinikums, eingeliefert werden, ist nichts besonders — davon gibt es jährlich rund 1300 Fälle allein in Würselen.

Dass jedoch eine 50-jährige Mutter mit Verdacht auf Schlaganfall, den die Kinder ihres Lebensgefährten dem Rettungsdienst mitteilten, in die Notaufnahme gebracht wird und ein Jahr später ihren „ersten Geburtstag“ im Rhein-Maas-Klinikum (RMK) feiert, schon.

Im Dezember 2016 wurde Maria Vitoria Altmayer über den Rettungsdienst mit einer schweren Lähmung der kompletten linken Körperseite in die interdisziplinäre Notaufnahme des RMK eingewiesen. Rasch stellte sich heraus, dass eine der Hauptarterien des Gehirns durch ein Blutgerinnsel aus dem Herzen verschlossen war, wodurch große Teile der rechten Hirnhälfte nicht mehr durchblutet wurden und drohten, in den nächsten Minuten irreparabel geschädigt zu werden.

Kompetentes Handeln

Nur durch schnelles, kompetentes und ineinandergreifendes Handeln verschiedener Fachabteilungen des Rhein-Maas Klinikums konnte das Blutgerinnsel von Maria Vitoria Altmeyer mithilfe eines Katheters, der über die Leiste bis in das Gehirn geschoben wurde, binnen kürzester Zeit entfernt werden.

Nach weiteren Untersuchungen und Unterbringung auf der Intensivstation mit anschließender Verlegung auf die Stroke Unit bestand am nächsten Tag nur noch eine vergleichsweise leichtgradige Störung der linken Körperhälfte. Diese nur minimalen Einschränkungen nach einem schweren Schlaganfall sind der schnellen Reaktion der Kinder der Patientin und der guten Zusammenarbeit des Rettungsdienstes sowie der Mitarbeiter des Rhein-Maas Klinikums zu verdanken.

Anstatt mit einer lebenslangen schwersten Behinderung leben zu müssen, konnte Frau Altmayer das Weihnachtsfest 2016 erleichtert im Kreise ihrer Familie noch im Rhein-Maas Klinikum feiern.

Ein Jahr später, am 21. Dezember 2017, besuchte Frau Altmayer erneut das Würselener Krankenhaus. Diesmal jedoch aus einem anderen Grund: sie wollte „Danke“ sagen und, wie sie selber sagt, „ihren ersten Geburtstag nach dem Schlaganfall“ gemeinsam mit den Mitarbeitern des RMK feiern. Unter einem Vorwand wurde das Team des Schlaganfallzentrums in die Kantine gelockt und von Frau Altmayer und ihrem Lebensgefährten mit einer selbstgebackenen, dreistöckigen Torte überrascht.

Die ehemalige Patientin hielt eine sehr bewegende und emotionale Ansprache. Über diese großartige Geste der Dankbarkeit und Wertschätzung freuten sich die Mitarbeiter des Rhein-Maas Klinikums sehr.

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