Baesweiler: Oktoberfest: Regen kann Laune nicht trüben

Baesweiler: Oktoberfest: Regen kann Laune nicht trüben

Regen bedeutet nicht gleich Verdruss. Gute Beispiele waren Weinhändler Rolf Gerards und sein Freund Herbert Bardenheuer. „So lange uns der Regen nicht ins Glas tropft lassen wir es uns gut gehen“, gingen die beiden gestandenen Männer den Beginn des Oktober-Shoppings mit einem trockenen Burgunder an.

Unterm Sonnenschirm, der diesmal als Schutz vorm Regen in der Kirchstraße stand. Überhaupt: Mützen statt Muskelshirt und Schirme statt Erdbeereiskugeln. So sah es am Sonntagnachmittag symbolisch betrachtet in der Baesweiler Einkaufsmeile aus.

Baesweilers Publikum, die Aussteller und die Gastgeber des Gewerbeverbandes (GVB) machten das Beste draus. Wie beispielsweise Gerda Kick und ihre Tochter Sarah. „Dann shoppen wir eben drinnen“, behielt Gerda Kick ihre gute Laune und biß kraftvoll in die leckere frische Brezel. Derweil Sigrid Grüttner und ihre Kolleginnen ein paar Meter weiter ofenfrischen Leberkäs in großen Mengen über die Ladentheke gehen ließen.

„Walking in the Rain“, hieß kurz darauf das Motto der vier feschen Madln: Sigrid Grüttner, Bettina Alykelyn, Dagmar Koch und Iris Schlomski widerlegten eindrucksvoll, dass man — die Frisur schützend — bei Regen nicht vor die Tür sollte.

Baesweilers Spezialitätenkiste war an allen Ecken des Zentrums gut gefüllt und weit geöffnet. Denn neben leicht perligen Weinen beim Fachmann oder der Fachfrau ließen sich am Stand des Junggesellenvereins bayrische Bierchen zischen. Marc Horbach, Lucas Plum und Freunde setzten Maßkrüge (mit entsprechendem Inhalt) um. Derweil am Reyplatz der Hammer geschwungen wurde.

Sparkassenleiter Holger Dorbholz stellte unter Beweis, dass man als Bänker auch was in den Armen haben kann. Zack, zack — und das Bier lief. Auch die Gaudi stellte sich am Reyplatz schnell ein. Trotz der widrigen Wetterbedingungen waren die „Festspiele“ ein Mordsspaß dort. Ein bisschen Hollywood-Atmosphäre stellte sich ein, als „Marylin Monroe“ sich ereignete und sexy wie das Original posierte, Küsschen andeutete und von einer großen Menschentraube umringt den Friseursalon Michaela Hentschel besuchte.

Ein wesentlich älteres „Schätzchen“ stellte dagegen Landwirt Hermann-Josef Wintgens am Alten Stadtbrunnen aus. Sein „Omnibus“ aus Holz wird bald 100 Jahre alt. Der Wagen wurde 1918 von der Aachener Firma Mengelbier gebaut. Und eine gute Nachricht verbreitete der gute Mann auch gleich. Wintgens hat ein neues Pferd, nachdem „Douke“ vor kurzem verstarb.

Zum Martinszug gibt’s also keine „Besetzungsprobleme“. Obst, edle Taubenzuchten (ausgestellt von Norbert Kicinski, Franz Hensgens und Theo Vollmar, im Auftrag der Reisevereinigung Baesweiler) und alte Gefährte schmückten die Landwirtschaftsschau am Alten Stadtbrunnen. Während am Kirchplatz die schönsten Trachten und Dirndl ermittelt und belohnt wurden . . .

(mas)
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