Nordkreis: Nur ein Pferd im Zug

Nordkreis: Nur ein Pferd im Zug

Nur „Insider” wird für den Alsdorfer Rosenmontagszug gesattelt, schließlich war der Wallach schon bei der Nachstellung der Schlacht von Waterloo dabei. „Der ist sogar Kanonendonner gewöhnt”, sagt sein Reiter Dirk Biste.

Seine Vereinskameraden der KG Rot Weißen Funken lassen ihre Pferde allerdings im Stall. Damit reagieren die Karnevalisten schweren Herzens auf die anhaltende Diskussion um Beruhigungsmittel für Pferde und jüngste Drohungen gegen Aachener Reitställe, deren Tiere Narrenzüge begleiten sollten.

KG-Kommandant David Schmitt: „Unsere Enttäuschung ist riesig. Vor allem die Kinder trainieren das ganze Jahr für diesen Ritt am Rosenmontag - und jetzt war das umsonst.” Doch Sicherheit gehe vor. „Man weiß ja nie, wozu angebliche Tierschützer fähig sind!” Nachvollziehen kann er deren Kritik keineswegs. „Keinem unserer Pferde wurden jemals Betäubungsmittel gespritzt. Das würde man sehen, dann wären die Tiere apathisch.”

Stattdessen seien die acht Pferde der KG bei vergangenen Umzügen „regelrecht durch die Straßen getanzt”. An Musik und laute Geräusche seien sie durch das Training gewöhnt. Nun hofft die KG, „dass die Diskussion bald aufhört”, damit sie in der nächsten Session ihre Zugpferde wieder auf die Straße schicken kann.

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