Herzogenrath: Niederländische Künstlerinnen stellen auf Burg Rode ihre Werke aus

Herzogenrath : Niederländische Künstlerinnen stellen auf Burg Rode ihre Werke aus

Catharina Scholtens weiß es noch wie heute. „Wir haben uns bei einer Führung kennengelernt“, blickte das Kuratoriumsmitglied von Burg Rode am Freitag auf ihre erste Begegnung mit der Heerlener Künstlerin Sonja Schaaf zurück. Die fragte sofort nach der Möglichkeit, in Herzogenraths guter Stube mal die eigenen Werke der Öffentlichkeit vorzustellen.

Scholtens reagierte positiv, Schaaf holte noch ihre Kollegin (in der Kunst und einst auch bei einer Großbank) Agnes Paes mit ins Boot — und die Ausstellung „Kom Ens Kieke Bie Os“ (vom limburgischen Platt ins Hochdeutsche übersetzt: „Komm bei uns gucken“), mit der die zwei Niederländerinnen am Wochenende auf der Burg gastierten, war geboren.

Porträts, die sie mit Holzkohle aufs Papier setzt, und Federzeichnungen nennt Paes als Schwerpunkte ihres Schaffens. Die fröhliche Sonja Schaaf lebt ihr Temperament auch auf der Leinwand aus: Bunte Szenen und Gestalten aus Acrylfarbe bestimmen ihre Bilderwelten.

Mixed-Media-Technik

Ab und zu erlaubt sie sich dann kleine Freiheiten, zum Beispiel in einem Bild, in dem sie ihre Malerei in Mixed-Media-Technik mit in die Fläche integrierten CD-Scheiben verbindet. Vor allem Landsleute der Künstlerinnen sahen sich die Ausstellung an, die vom Spiel der drei Klarinettisten des Trios „De_SSRqr Vrunk“ („Der Freund“) umrahmt wurden.

Catharina Scholtens, die die Ausstellerinnen stets tatkräftig unterstützt hat, weiß ganz genau, wo die Talente der kreativen Damen liegen. Besonders bei Sonja Schaaf ist sie sich sicher: „Sie hat eine Leidenschaft für Farbe.“ Ein chinesisches Sprichwort sieht die Gastgeberin bei Schaaf und Paes als erfüllt an: „Ein Gemälde sagt mehr als tausend Worte.“ Die Ausstellung war nur am Wochenende zu sehen, wird heute wieder abgehängt.

(ch)