Herzogenrath: Neues Projekt „Magnolia“ soll Menschen vernetzen

Herzogenrath : Neues Projekt „Magnolia“ soll Menschen vernetzen

Das eigene Wohnumfeld mitgestalten und die vielen verschiedenen Potenziale der einzelnen Nachbarn miteinander vernetzen: So könnte man das Anliegen zusammenfassen, das hinter „Magnolia“, einem neuen Projekt aus der Ideenschmiede im Soziokulturellen Zentrum „Klösterchen“ an der Dahlemer Straße 28 steckt.

Unzählige Veranstaltungen hat es im und am Kulturhaus seit der Gründung vor über 20 Jahren gegeben, geprägt von Kunst, Musik, Kino, Politik, Bildungs- und Flüchtlingsarbeit. Und nun soll auch noch Quartiersarbeit dazukommen.

„Nein, hier geht es nicht darum, anderen Projekten Konkurrenz zu machen“, betont Wilfried Hammers, Vorsitzender des „Klösterchen“-Fördervereins, der zusammen mit Jürgen Groneberg, Leiter des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks im Kirchenkreis Aachen, die Initiative ergriffen hat. „Soziokultur“, so stellt er fest, „bedeutet immer auch eine direkte Zuwendung zu den Menschen ringsum.“ Und diesen Blickwinkel will man verstärken.

„Was natürlich nur mit dem Willen und Zutun der Anwohner funktioniert“, sagt Groneberg, der auf die in Aachen erfolgreich auf die Beine gestellte Initiative „Engagiert älter werden“ verweist, das die Menschen aktiv auffordere, eigene Ideen einzubringen. Und der eine mögliche Partnerschaft mit dem Wuppertal-Institut im Auge hat, das unter anderem zum Thema Stadtwandel und Urbanität arbeite.

Akteure aus dem Viertel sollen fürs Viertel und seine Menschen vernetzt werden, mit all ihrer Alltagskompetenz, so das Ziel der avisierten Quartiersarbeit, die sich auf den Bereich Thiergarten und Ritzerfeld erstrecken soll.

„Hier gibt es sehr unterschiedliche Strukturen, und Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft leben hier“, versprechen sich Hammers und Groneberg ein vielfältiges Miteinander — in einem neu zu etablierenden Quartierstreffpunkt. Wo bislang der Weltladen „fairwicklung“ ökologisch Produziertes aus aller Welt in Umlauf brachte, soll bald ein verstetigter Nachbarschaftstreff entstehen für alle, die sich im Sinne eines gut funktionierenden Gemeinwesens konstruktiv einbringen möchten.

Der neue Name des Ladens und damit des ganzen Projekts soll „Magnolia“ sein, analog zum erhaben-knorrigen Magnolienbaum, der jedes Jahr im Frühjahr vor dem historischen Klösterchen neue prächtige Blüten treibt. Inspiriert von der afrikanischen Kultur des Dorfbaums, unter dem die Bewohner sich Tag für Tag zum Austausch versammeln, sollen bald auch unter dem Magnolienbaum bei entsprechendem Wetter Tische und Stühle stehen und zum Plausch einladen.

Die Themen, das ist Hammers und Groneberg besonders wichtig, sollen die Menschen selbst setzen - und sich dabei als „politisches Wesen neu kennenlernen“, so ein Wunsch Hammers‘. Von Seiten des „Klösterchens“ respektive des Erwachsenenbildungswerks soll es nur die Rahmenbedingungen geben, Impulse, die zum konstruktiven Mitmachen animieren.

Infoveranstaltung und Kontakt

Über das neue Projekt ins Bild gesetzt werden sollen die Bürger aus Ritzerfeld und Thiergarten bei einer großen Auftaktveranstaltung rund um den Magnolienbaum am 17. Juni, dem „Tag der offenen Gesellschaft“. Und wer jetzt schon Interesse hat, was ja ausdrücklich erwünscht ist, kann Kontakt aufnehmen mit Wilfried Hammers, Telefon 02407/8456, E-Mail: kloesterchen.quartiersprojekt-magnolia@arbeit-umwelt-kultur.de.