Unterstützung für Betroffene: Neuer Träger des Beratungsangebots bei sexueller Gewalt stellt sich vor

Unterstützung für Betroffene : Neuer Träger des Beratungsangebots bei sexueller Gewalt stellt sich vor

Der Verein zur Förderung der Caritasarbeit hat im Oktober die Fachstelle „Beratung bei sexueller Gewalt“ nach fast 25 Jahren aus der Trägerschaft der Diakonie übernommen.

Die bisherigen Angebote werden dabei durch die Einbettung in das Gesamtkonzept der Erziehungsberatung der Katholischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Alsdorf erweitert und belaufen sich von nun an auf die folgenden drei Bereiche: Unterstützung und Beratung von Betroffenen, Fachberatung für Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule, Medizin, Polizei, Rechts- und Freizeitbereich sowie Prävention von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen oder sexueller Gewalt.

Claus-Ulrich Lamberty ist Leiter der Katholischen Beratungsstelle Alsdorf in Trägerschaft des Vereins zur Förderung der Caritasarbeit und hat gemeinsam mit Verena Steinbusch die Fachstelle am Standort Alsdorf, Willi-Brandt-Ring 81, übernommen. „Sexuelle Gewalterfahrungen gehören leider immer noch für viele Kinder zum Leben dazu. Deshalb ist es umso wichtiger, ein Angebot zu gewährleisten, dass sensibel und individuell mit diesem Thema umgeht“, sagte Lamberty. Zuständig sind er und Steinbusch für die Kommunen Alsdorf, Würselen und Baesweiler.

Anlaufstelle für Anfragen aus der Stadt Herzogenrath ist Sabine Rompen in der Fachstelle der städteregionalen Beratungsstelle in Herzogenrath-Kohlscheid, Kaiserstraße 100. „Diese regionale Aufteilung haben wir auf Grundlage der Anfragen aus dem letzten Jahr getroffen“, erklärte Angelika Overhage von der Städteregion Aachen. „34% der Fälle wurden in Herzogenrath bearbeitet, die restlichen 66% teilten sich auf die anderen drei Kommunen im Nordkreis auf. Natürlich besteht für jede ratsuchende Person dennoch Wahlfreiheit,“ betonte sie.

Die Leiter der Jugendämter in Alsdorf und Herzogenrath sowie Sebastian Heyn, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion, betonten die Relevanz der freien Trägerschaft für diesen Fachbereich. „Wir sind sehr dankbar, dass es diese zusätzliche Stelle gibt, mit der wir zusammenarbeiten können“, sagte Herbert Heinrichs, Leiter des Jungendamtes der Stadt Alsdorf. „Bei dieser Thematik sind ein großes Maß an Sensibilität und besonderes Knowhow gefragt. Vor allem die Präventionsarbeit können die Jugendämter in diesem Rahmen nicht gewährleisten.“

(hei)