Alsdorf: Neue Brücke für Besucher im Alsdorfer Tierpark ist fertig

Alsdorf : Neue Brücke für Besucher im Alsdorfer Tierpark ist fertig

Der Dr.-Eckert-Rundweg im Alsdorfer Tierpark ist wieder geöffnet. Am Eingang Höhe Ottenfeld, wo der Pfad bis vor wenigen Tagen abgesperrt war, steht jetzt eine neue Brücke für Fußgänger. Die alte aus Holz war nicht mehr zu retten.

Deshalb hatten sich die Foga (Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH) und der Tierparkverein entschieden, eine Betonkonstruktion an ihrer Stelle errichten zu lassen. Knapp 250.000 Euro kostete der Bau. Rund 25.000 Euro, also zehn Prozent, steuerte die Städteregion zu dem Projekt bei.

Kurz nach der Einweihung ist sie noch leer, aber spätestens am Wochenende überqueren viele Besucher die neue Brücke (großes Bild). Für das Rotwild des angrenzenden Geheges wurde ein Durchgang von der Wiese in den Wald geschaffen (kleines Bild). Fotos (3): Tocay. Foto: Tocay

Pappeln gefällt

Bürgermeister Alfred Sonders, der auch Vorsitzender des Tierparkvereins ist, eröffnete die neue Brücke und zerschnitt symbolisch das Band.

Um Platz zu schaffen für die Arbeiten, wurden bereits im März vergangenen Jahres acht Pappeln am Wegesrand gefällt. Die Bauarbeiter rückten dann im Oktober an. Das Ergebnis: eine gepflasterte und asphaltierte Brücke mit einem rund 10 Meter langen Geländer an beiden Seiten. Dieses wurde extra hoch gebaut, um auch Fahrradfahrern Schutz vor einem Fall in die Tiefe zu bieten.

„Wir mussten bei der Planung noch weitere Kriterien beachten“, erklärte Friedel Wagner vom Alsdorfer Ingenieurbüro Wagner und Koll bei der feierlichen Eröffnung. So wollte Tierparkleiter Stefan Heffels, dass er und seine Mitarbeiter die Brücke auch mit einem Futterwagen problemlos passieren können. Zudem sollte sie breit genug sein, dass ein Rettungswagen in Notfällen im inneren Bereich des Tierparks hinüberfahren kann.

Weniger steil

„Als Baustoff haben wir uns für Beton entschieden, weil er dauerhaft ist“, sagte Wagner. „Aber auch, weil Stahl- oder Holzkonstruktionen mehr gepflegt hätten werden müssen. Das wäre im Tagesbetrieb des Tierparks gar nicht zu leisten gewesen.“

War die frühere Brücke recht steil, so wurde bei der neuen Wert darauf gelegt, dass sie leichter zu „nehmen“ ist. „Die Steigung war vor allem für behinderte Menschen und Familien mit kleinen Kindern nur schwer zu bewältigen“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders, der auch Geschäftsführer der Foga und Vorsitzender der Tierparkvereins ist. Auch wenn wegen der Topographie des Parks keine Barrierefreiheit gegeben sei, versuche man, es Menschen mit Einschränkungen so leicht wie möglich zu machen.

Auch die Tiere wurden bei den Planungen bedacht. Im mittleren Teil der Brücke wurde ein Durchgang für das Rotwild geschaffen, das im angrenzenden Gehege gehalten wird. Zwei große Tore können von Mitarbeitern des Parks geöffnet werden. Rehe und Hirsche können dann auf die andere Seite, um sich dort im Wald aufzuhalten. Das entlastet auch die Wiese im Gehege, deren Gras den Tieren als Futter dient.

Bis es so weit ist, vergeht aber noch ein bisschen Zeit. Denn aktuell ist nur ein provisorischer Zaun am Waldrand errichtet. „In den kommenden Tagen wird ein Zaun fest installiert, dann können sie rüber und nach der Rückkehr wieder frisches Gras genießen“, sagte Heffels.

Wichtiger Meilenstein

„Die Einweihung der Brücke ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Ende der größten und wichtigsten Sanierungen und Arbeiten im Tierpark. Sie soll jahrzehntelang bestehen“, sagte Sonders.

In den vergangenen Jahren habe man immense Summen in die Verschönerung des Parks investiert, zum Beispiel wurden die Wege am Froschteich erneuert. Hinzu kommen kleinere Arbeiten, die immer wieder anfallen. Gerade erst wurde das Dach des Hauses der Waschbären saniert, auch die Zäune werden regelmäßig erneuert und ausgetauscht.

„Wer vor zehn Jahren durch diesen Park gelaufen ist und dann jetzt, der sieht Unterschiede wie Tag und Nacht“, meinte der Bürgermeister. Die größte Bestätigung für die ganze Arbeit seien Besucher, die sagen, dass sie die Anlage schön fänden. „Dann wissen wir, wir machen das nicht umsonst.“

Rund 250.000 Gäste zählt der Park jährlich. Viele davon kommen auch von außerhalb. Der Eintritt ist kostenlos, Einnahmen werden lediglich durch eine Parkgebühr von drei Euro generiert. 270.000 Euro hat die Foga in diesem Jahr von der Stadt Alsdorf erhalten, um den Tierpark zu bewirtschaften. Doch das reicht nicht für alle Baumaßnahmen.

Als nächstes Projekt sollen die Vogelvolieren saniert werden — teilweise finanziert durch Crowd­funding, also Spenden. Auf der Internetseite der Aachener Bank können Spender die Finanzierung des Umbaus und der Instandsetzung der ältesten Voliere des Parks unterstützen. In noch 68 Tagen sollen so 1500 Euro zusammenkommen.

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