Alsdorf/Monschau: Neubau im Gewerbegebiet: WWM expandiert

Alsdorf/Monschau: Neubau im Gewerbegebiet: WWM expandiert

Zweimal hat Dr. Christian Coppeneur-Gülz um Hilfe gerufen — und telefoniert. Und zweimal wurde ihm in Alsdorf geholfen. Das erste Mal im Jahre 2011, als seine rasch wachsende Firma WWM am Stammsitz in Monschau dringend benötigte große Flächen für Lager und Kommissionierung nicht bekommen konnte, wie er sagt.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Städteregion Aachen, namentlich Prof. Dr. Axel Thomas und Michael Eßers, sowie Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) und der Geschäftsführer von Cinram, Dieter Lubberich, wussten Rat — und Hilfe. WWM, spezialisiert auf webbasiertes Management von Messen und Events, kam 2012 bei Cinram unter und expandierte kräftig.

Cinram, Hersteller von CD, DVD und Blu-Ray-Disc, benötigt aber ab Frühjahr 2017 die Flächen für die eigene Expansion im Bereich Logistik. WWM-Chef Coppeneur-Gülz hat dafür Verständnis und dankt Cinram ausdrücklich für die Zusammenarbeit, musste jedoch erneut um Hilfe rufen. Am Telefon waren wieder die Kollegen der Wirtschaftsförderung und Alsdorfs Bürgermeister Sonders.

Das Ergebnis der Gespräche innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe der Stadtverwaltung: eine Baugenehmigung für ein Projekt auf einem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal an der Konrad-Zuse-Straße im Gewerbegebiet Hoengen. Dort entsteht für drei bis vier Millionen Euro ein „innovativer, cloudbasierter Service Hub“, also eine Art „Umschlagplatz oder Knotenpunkt“ für digitale Live-Kommunikation in Sachen Veranstaltungsplanung und -steuerung. Die Büroflächen belaufen sich auf 500 Quadratmeter. Dieser Umschlagplatz wird aber nicht nur in Datenwolken schweben, sondern hat ebenso handfeste Messeausrüstung zu bieten. Deshalb ist dort Platz für 4500 Palettenstellplätze.

Derzeit sind bei WWM in Alsdorf rund 25 Mitarbeiter im Einsatz. Wenn die neue Niederlassung in Alsdorf im April 2017 fertiggestellt ist (Verwaltung und klassischer Messebau bleiben weiter am Standort Monschau), wird die Marke 40 angepeilt. Da die Zahl der Kunden weiter steigt, so die Prognose, und beim Bezug des neuen Service Hub mit 90-prozentiger Auslastung gerechnet wird, ist bereits für 2018 ein weiterer Bauabschnitt in Planung. Da muss aber nicht mehr nach einem dritten Hilferuf viel telefoniert werden. Im Gewerbegebiet Hoengen ist genug Platz — noch.

(-ks-)
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