Alsdorf: Nach 21 Einbrüchen: Verdächtiger verhaftet

Alsdorf : Nach 21 Einbrüchen: Verdächtiger verhaftet

Die Aachener Polizei hat möglicherweise eine Einbruchsserie in Alsdorf aufgeklärt. Seit Anfang des Jahres wurde 21 Mal in Alsdorf eingebrochen, die Ermittler schließen nicht aus, dass die Taten zusammenhängen, gesichert ist dies aber noch nicht. Die Einbrüche wurden in den Alsdorfer Stadtteilen Zopp, Busch und Duffesheide begangen.

Vergangene Woche Donnerstag nun wurde ein 30 Jahre alter Mann aus der Alsdorfer Drogenszene festgenommen, seit dem 20. April sitzt er in Untersuchungshaft, wie die Polizei am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte.

Da nach seiner Verhaftung erneut in Zopp und Busch eingebrochen wurde, besteht der Verdacht, dass der 30-Jährige bei seinen Einbrüchen nicht allein unterwegs war, sondern dass ein oder mehrere weitere Täter an der Einbruchsserie, wenn es denn eine war, beteiligt gewesen sein könnten. Zudem besteht der Verdacht, dass der oder die Täter auch für eine Reihe von Autoaufbrüchen verantwortlich sein könnten. Die Ermittlungen laufen weiter.

Der 30-Jährige ist ohne festen Wohnsitz und soll in letzter Zeit wechselnd bei verschiedenen Bekannten übernachtet haben. Eine dieser Bekannten, eine Frau, hatte versucht, einen gestohlenen Scheck einzureichen und war daraufhin von der Polizei vernommen worden. Der Scheck stammte offenbar aus einem der 21 Einbrüche. Während der Vernehmung der Frau ergaben sich Hinweise auf den 30-Jährigen, den die Polizei kurz darauf festnehmen konnte.

Veranstaltung in Alsdorf im Mai

Wie Andreas Müller, Sprecher der Aachener Polizei, am Freitag erklärte, plant die Polizei für die erste Mai-Hälfte eine Informationsveranstaltung in Alsdorf. Dabei möchten die Ermittler Fotos von sichergestelltem Diebesgut zeigen; sie hoffen darauf, es einzelnen Einbrüchen zuordnen zu können. Zudem wollen die Beamten des Kommissariates für Prävention die Alsdorfer darüber informieren, wie sie sich gegen Einbrüche schützen können.

Für die geplante Veranstaltung will die Polizei in der kommenden Woche einladen, dann werden auch Ort und Zeit mitgeteilt, sagte Andreas Müller weiter. Dass die mutmaßliche Einbruchsserie in Alsdorf nicht auf das Konto einer professionellen Bande gegangen sein kann, stand für die Ermittler im Kriminalkommissariat 14 relativ schnell fest. Zum einen, weil die Zeit zwischen den Einbrüchen zu lange war; professionelle Banden brechen meist mehrfach am Tag im gleichen Ort ein und wechseln die Stadt oder die Region manchmal im Tages- oder Wochenrhythmus.

Zum anderen, weil die in Alsdorf gestohlenen Gegenstände teilweise nicht ins Beuteschema professioneller Banden passen, wie die Polizei bestätigte. Seit Anfang des Jahres war in Zopp zehn Mal, in Duffesheide sieben Mal und in Busch vier Mal eingebrochen worden.

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