Würselen: Mutmacher für Kranke und Angehörige

Würselen: Mutmacher für Kranke und Angehörige

Eigentlich wollten Wolfgang Ramsteiner und Heidi Witt vor drei Jahren nur die neue Selbsthilfegruppe für Lungenemphysem-COPD Aachen/Würselen vorstellen. Ein beschaulicher Nachmittag im Alten Rathaus in Würselen sollte es werden, ein paar andere Selbsthilfegruppen wollten dazukommen und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt machen.

Mittlerweile ist dieser Vorstellungstag zu einem großen Selbsthilfegruppentag mutiert, der in der seit einem Jahr bestehenden Kooperation mit dem Selbsthilfebeauftragten des Medizinischen Zentrums, Pfarrer Theodor Maas, immer weiter wächst.

30 Selbsthilfegruppen, Krankenkassen und Therapeuten präsentierten sich im Medizinischen Zentrum Bardenberg. Gruppen für bekannte Krankheiten wie etwa Parkinson oder Prostatakrebs. „Aber es sind vor allem viele Erkrankungen, von denen die Gesellschaft nicht weiß, dass es sie gibt und was sich dahinter verbirgt”, sagt Wolfgang Ramsteiner.

Das Noonan-Syndrom etwa, ein angeborener Gendefekt, bei dem Organdefekte oder verzögerte Entwicklungen möglich sind. Oder Morbus Bechterew, eine überwiegend chronische, entzündliche Wirbelsäulenerkrankung, die zum Feld des Rheumas gehört.

Aufklären, präsent sein, Mut geben - das vereinen alle Selbsthilfegruppen an diesem Tag. Das will auch Bürgermeister Arno Nelles weiter unterstützen. „So eine wichtige Arbeit verdient große Anerkennung.”