Baesweiler: Musiktalente des Baesweiler Gymnasiums überzeugen

Baesweiler: Musiktalente des Baesweiler Gymnasiums überzeugen

„Felix, hast Du Deine Gitarre?” Aufgeregte Mütter machen beim letzten „Check” aktiv mit. Stolze Väter blättern im Programm oder träumen von ihrer Zeit, als sie noch am Höfner-Bass gestanden und gecovert haben. Einige Geschwister turnen auf den Stühlen. Eins eint sie alle: Sie sind gespannt. Auf das Schulkonzert des Gymnasiums Baesweiler.

Dessen Hauptakteure üben derweil noch im Probenraum, stimmen ihre Instrumente, sortieren Notenblätter, lassen sich (willig) an der Krawatte zupfen oder lugen mal ins Publikum.

Es muss ein aufregender Abend auch und gerade für die musizierenden Kinder sein. Musiker im Zahnlücken-, -spangen oder Verlobungsalter werden gleich ein Bild ihres hohen Qualitätsstandards abgeben. Aber noch stehen einige von ihnen hinter dem großen Gitter, das das große Pädagogische Zentrum und den „Backstage”-Bereich offen trennt.

Das PZ ist passend dekoriert. Über der Bühne prangt neben anderen ausgeschnittenen Figuren und Noten ein großer bunter Fred Feuerstein aus Pappe, passend zum Auftakt des Konzerts. Denn die Juniorband beginnt - geleitet von Christina Schiller - mit dem lockeren „Meet the Flintstones”.

Klassik, Rock und Filmmusik hat die hoch anerkannte Schule versprochen. Das zieht Publikum, das PZ ist fast ausverkauft. Politiker, Verwaltungsräte, Freunde, Förderer - und eine gelassene Schulleiterin Irene Jenniches: Sie alle freuen sich auf drei Blöcke ihres musizierenden Nachwuchses und Hauptorchesters. Nachwuchs? Selbst der künftige Schulleiter Wilhelm Merschen ist gern Teil des ausführenden Kollektivs.

Orchester einmal anders

Zwei „Gigs” sind der Juniorband eingeräumt. Sie nimmt für ihre „Flintstones” und die „Star-Wars”-Melodie den ersten rauschenden Applaus entgegen.

Dann wird flugs gewechselt. Instrumente, Stühle, Ausführende: Wie beim Profi-Konzert arbeiten die „Roadies” - das Lehrpersonal schließt sich da nicht aus - konzentriert, um den Muki-Klassen 5a und 5b die Bühne zu bereiten. Claudia van Helden stellt ihr Ensemble vor. Das Stück passt zum Abend: Beethovens „Freude, schöner Götterfunken”.

Der dritte Teil des unters Motto „Orchester einmal anders” gestellten Konzerts beginnt. Die Bühne wird voll. Das Sinfonieorchester und der langjährige Chef Günter Mänz haben das Sagen. Es wird eine Reise durch „Best of Bach” zu den Beatles über die Tarantella aus „Venezia e Napoli” bis zur aktuellen Filmmusik der „Pirates of the Caribbean”. Ein klug gewählter Schlusspunkt vor der Zugabe. Bunter, exotischer und freudvoller war kaum noch möglich.

Deshalb werden wohl viele der Besucher am 7. Mai wieder im Gymnasium vorstellig: zum Gemeinschaftskonzert mit den Schulorchestern aus Erkelenz und Hückelhoven.