Alsdorf: Mit E-Autos unterwegs in der Region

Alsdorf : Mit E-Autos unterwegs in der Region

Wenn Stephan Nagel vom Verein der Elektromobilfreunde in der Region Aachen (Vera) zur zweijährlichen Euregiotour einlädt, kommen Dutzende Liebhaber von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zusammen, um über ihre Autos und Roller zu fachsimpeln, Ausflüge zu machen und sich Vorträge anzuhören.

Im vergangenen Jahr legte der Verein noch einen drauf und rief in Kooperation mit der Energeticon gGmbH ein zweites Projekt ins Leben: die E-Rallye. Rund 25 Fahrer und ihre Beifahrer fuhren damals mit ihren Elektroautos 85 Kilometer durch die Region.

In diesem Jahr werden beide Veranstaltungen zusammengelegt. „Die Teilnehmer kommen teilweise sogar aus Österreich, um mit uns zu fahren“, erzählt Nagel. Vielleicht könne man den Leuten mit den Veranstaltungen zeigen, dass Elektromobilität nichts Neues und vor allem alltagstauglich ist, so Nagel.

Graue Energie

Er selbst fährt einen Berlingo, der erst in diesem Jahr zugelassen wurde. 15 Kilowattstunden verbraucht er auf 100 Kilometer. Das mache 4,5 bis fünf Euro Energiekosten, rechnet Nagel vor. Seine Batterie halte rund zehn Jahre, der sonstige Verschleiß sei marginal, schwärmt er. Acht bis zehn Kilogramm CO2 verbrauche das E-Auto auf 100 Kilometer, das seien rund sechs Kilo weniger als bei einem Benziner oder Diesel. „Hinzu kommt die graue Energie bei der Erzeugung von Benzin. Es braucht Strom, um den Treibstoff überhaupt bereitzustellen“, sagt er.

Mit Hilfe einer App kann Nagel sein Auto an Ladesäulen in der ganzen Region problemlos tanken. Auch, wenn viele E-Fahrzeuge schon 300 Kilometer und weiter fahren können, bis ihre Batterie geladen werden muss, können diejenigen, deren Akkus geringere Speicherkapazitäten haben, während der Rallye und Euregiotour ihre Autos zwischendurch aufladen.

Die Euregiotour beginnt am Freitag, 24. August. Nach einer Begrüßung um 17 Uhr geht es los zu einem Vortrag über Batterietechnik ins Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe der RWTH Aachen.

e.Go in Aachen

Am Samstag geht die Tour um 9 Uhr weiter. Das ist auch der Beginn der Elektrorallye. Der erste Tagespunkt beginnt um 10 Uhr. Der Showroom und die Produktion des e.Gos werden in Aachen besichtigt, dort gibt es die erste Lademöglichkeit.


Im Anschluss geht es zur Teststrecke bei Atesto in Alsdorf-Hoengen. Die Teilnehmer sehen sich dort eine Mess- und Prüfstrecke an, bevor es zum Aldenhoven Testing Center nach Siersdorf geht (inklusive Ladesäule). Rüttel-, Steilwand- und Steigungsstrecke dürfen nach einer kurzen Einweisung selbst getestet werden. Danach geht es weiter zum Energeticon, wo der stellvertretende Bürgermeister Alsdorfs, Heinrich Plum, die Teilnehmer begrüßt. Hier endet die E-Rallye. Für die Euregiotour-Teilnehmer geht es danach zurück zur Unterkunft. Am Sonntag stehen noch der Besuch des Vogelsang IP (ehemalige NS-Ordensburg) und ein Mittagessen im Kloster Mariawald auf dem Plan.

Vertrauen wächst

Neben Elektroautos nehmen auch Elektroroller und Elektrokabinenroller teil. „Das Vertrauen in die Elektromobilität ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Deshalb entscheiden sich heute viele für größere Fahrzeuge und beschränken sich nicht mehr auf Elektrokabinenroller“, sagt Nagel. Er selbst hat jedoch auch noch einen zu Hause stehen. Für all jene, die gerne an der Rallye teilnehmen möchten, aber selbst kein E-Fahrzeug haben, organisiert Nagel Mitfahrgelegenheiten.

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