Würslen: „Minions“ können den Bürgermeister nicht beschützen

Würslen: „Minions“ können den Bürgermeister nicht beschützen

Zurück zu den Wurzeln. So könnte man den erneuten Versuch in Würselen beschreiben, den Straßenkarneval wieder zu beleben. Und das Komitee Würselener Karneval (KWK) hatte gut daran getan, eine Bühne und einen Getränkewagen auf dem Morlaixplatz vor dem Rathaus aufbauen zu lassen.

Dort spielten die Wöschelter Jonge ab 10.30 Uhr. Mehrere hundert Narren waren gekommen, um die Erstürmung des Rathauses mitzuerleben. Bis kurz nach 11 Uhr spielte die Band, bevor um 11.11 Uhr das üblich mächtige Narrenheer die Kaiserstraße hochzog.

Hatten versucht den Bürgermeister und das Rathaus zu schützen: Minions. Doch auch sie gaben schließlich auf.

Angeführt vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ marschierten das Würselener Dreigestirn und der Stadtkinderprinz vor das Rathaus. Bürgermeister Arno Nelles hatte sich noch in seinem Amtszimmer versteckt und zahlreiche „Minions“ vorgeschickt, ihn zu beschützen.

Drei kräftige Böllerschüsse: Die brachten das Rathaus und die Verwaltung zum Zittern.

Doch alle Staatsmacht reichte nicht. Und drei schwere Böllerschüsse erschreckten nicht nur den Ersten Bürger, sondern auch seine Verwaltungsminions in ihrem gelb-blauen Outfit. Auch sie konnten die Narrenmacht nicht brechen. Ihr Chef wurde von Lucas I. und Gardisten der Prinzengarde abgeholt und auf den Morlaixplatz unter das Volk geführt. Als Gärtner verkleidet wollte Nelles noch hegen und pflegen. Doch alles Weh und Ach half ihm nichts. Die Macht wurde ihm sehr schnell genommen und seine Lieblichkeit, Jungfrau Gregoria, entriss ihm hinterrücks den Rathausschlüssel.

Aufwendig geschminkt: Die Zuschauer am Rathaus hatten sich tolle Kostümierungen überlegt.

Mit Prinz Harald I., Bauer Achim und dem Stadtkinderprinzen stimmten er und die Jecken vor der Bühne auf ein lautstarkes dreifaches Wöschele Alaaf ein und freuten sich, über die Stadt Würselen nun bis Aschermittwoch regieren zu können. Eine kleine Bühnenshow versetzte dann die Jecken in die richtige Karnevalsstimmung, bevor sich der jecke Zug in die Aula des städtischen Gymnasiums aufmachte.

(fs)
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