Menschenwürdige Arbeit: KAB und Breuning-Haus aktiv

Aktion in der Region : Mobil für menschenwürdige Arbeit rollt an

Passend zum Welttag für menschenwürdige Arbeit startete am 7.Oktober die Aktion „Arbeit 4.0“ des Nell-Breuning-Haus Herzogenrath, dem Diözesanrat der Katholiken und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

Im Rahmen der Aktion soll ein großer Anhänger mit Plane, eine Wertepyramide und eine Thesen- und Videowand in Aachen auf die Relevanz menschenwürdiger Arbeit aufmerksam machen. „Der Anhänger mit den verschiedenen Komponenten kann von unterschiedlichen Gruppen angefordert werden. Ob er dann vor Kirchen steht, vor einem Supermarkt oder auf einem Fest, das ist völlig egal. Das Thema Arbeit betrifft jeden. Die Arbeitswelt verändert sich und genau hier setzen wir an“, erklärt Dr. Manfred Körber, Leiter des Nell-Breuning-Haus.

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können trotz einer Festanstellung kein menschenwürdiges Leben führen. Für sie gehören unbezahlte Überstunden, niedrige Löhne oder fehlendes Recht auf gewerkschaftliche Organisationen zum Alltag. Besonders durch die Digitalisierung verändert sich der Arbeitsmarkt immer mehr. „Wir sind auch hauptsächlich auf der Ebene von Kirchengemeinden unterwegs. Uns ist es wichtig, auch in der Kirche auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Es finden oft zwar sehr schöne Gottesdienste statt, jedoch wird in vielen Kirchen wenig über aktuelle Lebenslagen geredet“, erzählt Körber weiter.

Ihren Start hat die Aktion in der Kirche St. Mariä Heimsuchung in Kohlscheid. Hier werden die Besucher des Gemeindefestes interaktiv unter anderem mit Spielen an das Thema herangeführt.

Bei den verschiedenen Stationen des Aktionsmobiles ist das Ziel, mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen, ihre Geschichten zu sammeln und anschließend auf der Homepage darzustellen. Auch die politischen Forderungen, die sich daraus ergeben, sollen an entsprechende Stellen weitergeleitet werden. „Ein weiteres Ziel der Aktion ist es, dass auch Unternehmer und Belegschaften auf uns aufmerksam werden und Gespräche mit und zwischen Mitarbeitern entstehen“, hofft Mechthild Jansen vom Diözesanrat Aachen.

Informationen über die das Aktionsmobil und „Arbeit 4.0“ gibt es unter www.arbeit4null.com

(lgob)
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