Würselen: Mensaverein gibt provisorischer Expansion einen Korb

Würselen : Mensaverein gibt provisorischer Expansion einen Korb

Das „schmeckt“ dem Mensaverein Würselen ganz und gar nicht: Zuständig für die Mensen der Realschule und des Gymnasiums der Stadt Würselen, soll er auch die Versorgung der Gesamtschüler übernehmen. So weit ein Plan der Stadt.

Die Gesamtschule soll, wenn 100 Anmeldungen zustande kommen, zum Schuljahr 2015/16 zunächst im Gebäude der auslaufenden Hauptschule an der Lehnstraße untergebracht werden. Doch im benachbarten Gymnasium ist lediglich eine „Übergangsmensa“ eingerichtet. Dabei leistet das Team des Mensavereins gute Arbeit. Immerhin über 350 Schüler und Lehrer zählen wöchentlich zu den Kunden. „Mehr geht aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, verweist Vereinsvorsitzende Dagmar Thorand auf das Provisorium. „Von Seiten des Mensavereins wurde keine Zusage zur Übernahme der Mittagsverpflegung der Gesamtschule gemacht. Gemessen daran, dass wir zum kommenden Schuljahr bereits das dritte Jahr in einer Übergangsmensa beginnen, da locker noch mal zwei Schuljahre dazu kommen, bis eine auf Dauer funktionstüchtige Mensa gebaut ist, liegt unser Augenmerk vorrangig bei der Versorgung der Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums“, betont Dagmar Thorand.

Ihr Stellvertreter Armin Offermanns bestätigt: „Unter den aktuellen Voraussetzungen ist es nicht möglich, den Betrieb für die Gesamtschule noch mit zu übernehmen. Eine zusätzliche Ausgabestelle in der Hauptstelle einzurichten, funktioniert aus logistischen und hygienetechnischen Gründen kaum. Einen kompletten Jahrgang Gesamtschule in der jetzigen Situation noch mit über den Mensabetrieb im Gymnasium abzuwickeln funktioniert aus zeitlogistischen, räumlichen und personaltechnischen Gründen nicht.“ Dazu gibt er zu bedenken: Daneben würde die Finanzkalkulation in Schieflage geraten, weil die Gesamtschüler das Mittagessen abnehmen würden, nicht aber am Cafeteriabetrieb beteiligt wären. Und das Modell der Eigenfinanzierung funktioniere nur durch eine Mischkalkulation von Mensa- und Cafeteriabetrieb.

Bürgermeister Arno Nelles sieht auf Anfrage unserer Zeitung „die Stadt in der Verantwortung, ein Konzept zu entwickeln, wie der Mensabetrieb für die Gesamtschule realisiert werden kann. Wir sind dem Mensaverein für das, was er bereits heute leistet, sehr dankbar.“ Die Stadt führe Gespräche mit verschiedenen Kooperationspartnern, dabei würden verschiedene Modelle diskutiert. Nelles: „Wir werden das Gespräch auch mit dem Mensaverein weiter führen, um zu klären, welche Voraussetzungen wir schaffen müssen, damit der Mensaverein die Aufgabe möglicherweise doch übernehmen kann. Ich bin optimistisch, dass wir Lösungen finden werden.“ Mehr zum Thema Gesamtschule: Seite 21

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