Würselen: Mehr Sicherheit für die Bürger

Würselen: Mehr Sicherheit für die Bürger

Ly Anh war mit seinem Papa aus Kohlscheid gekommen, um den vielen Feuerwehrmännern nahe zu sein. Mit Ausrüstung war der Kleine auf dem Schulhof des Gymnasiums direkt als Feuerwehrmann zu erkennen.

„Er ist von der Feuerwehr besessen”, sagte Vater André Maaßen mit einem Lächeln und zeigte Ly Anh die neue Drehleiter mit Rettungskorb, die für 615.000 Euro von der Stadt Würselen angeschafft worden ist.

„Damit auch bei höheren Gebäuden Feuer bekämpft werden können und weil uns die Sicherheit unserer Bürger am Herzen liegt, haben wir als Stadt nicht gezögert, diese Kosten zu tragen”, sagte Bürgermeister Arno Nelles, bevor er die Schlüssel des Autos an die Feuerwehr übergab. „Vor dem Hintergrund zweier Krankenhäuser und mehrerer Alten- und Pflegeheimen im Stadtgebiet ist die Beschaffung der modernen Drehleiter eine wichtige Investition zum Wohle der gesamten Bevölkerung”, fasste der Erste Bürger zusammen.

Nach 20 Dienstjahren war die dringend notwendige Generalüberholung der bisherigen Drehleiter aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll. „Jetzt wurde die Würselener Drehleiter als erste in NRW mit einem neuartigen Rettungskorb ausgestattet”, wusste Willi Vondenhoff, Fachgebietsleiter der Stadtverwaltung, zu berichten. Der Korb hat eine Traglast von 450 Kilo und kann deshalb bis zu vier Personen aufnehmen. Die automatische Einstiegsfunktion erlaubt das einfache Einsteigen der Wehrleute in den Korb. Durch die absenkbare Krankentragenaufnahme können liegende Personen rasch mit dem betreuenden Rettungsdienstpersonal bewegt werden. Schließlich ermöglicht ein Schaum- und Wasserwerfer auch einen Löschangriff über den Korb.

Autos und Hubschrauber

Gesegnet wurde die neue Drehleiter während eines Festes der Freiwilligen Feuerwehr. „Solch ein Fest ist wichtig, damit die Menschen, aber vor allem der Nachwuchs auf uns aufmerksam wird”, erklärte Wehrführer Josef Herrmanns. „Wie alle haben auch wir Nachwuchsprobleme. Ein Erwachsener kommt nicht mehr zu uns und sagt, ich möchte zur freiwilligen Feuerwehr. Wir müssen unseren Nachwuchs schon vorher für unsere Arbeit begeistern”, wusste Herrmanns, der mit den Feuerwehrleuten sein Bestes gab, den Besuchern einen Überblick über die Arbeit der Feuerwehr zu geben: Brände wurden gelöscht, Autos aufgeschnitten, ein Rettungs- Hubschrauber landete immer wieder.

Ly Anh schaute sich alles genau an. Der Dreijährige weiß schon längst, dass er mal bei der Feuerwehr arbeiten möchte. Wenn er mal soweit ist, dann gibt es sicherlich mehr Drehleitern, die ganz modern viele Leben retten.