Herzogenrath: Matthias Bayer pflegt die Liebe zum Latein

Herzogenrath: Matthias Bayer pflegt die Liebe zum Latein

Latein ist sein Ding. Matthias Bayer liebt diese Sprache. Der 17-Jährige, der die zwölfte Jahrgangsstufe des Herzogenrather Gymnasiums besucht, hat mit seiner Leidenschaft sogar in einem Wettbewerb gepunktet.

Mit 102 Mitstreitern ist er beim Landesschülerwettbewerb „Certamen Carolinum” angetreten, der seit 25 Jahren das Interesse an Alten Sprachen fördern möchte.

80 Teilnehmer waren es jüngst in der Kategorie Latein, 22 waren es im Altgriechischen. „Der Lateinunterricht hat mir immer gut gefallen. Irgendwann habe ich angefangen, eigene lateinische Texte über den Unterricht hinaus zu schreiben. Dann kam die Begeisterung für das Sprechen hinzu”, beschreibt Bayer sein eher ungewöhnliches Hobby. Auch am Klavier verbringt er gern seine Zeit. Kein Wunder ist es daher, dass er nach dem Abitur Musik und Latein studieren möchte.

„Es ist fast so etwas wie eine Tradition, dass unsere Schule eine Einladung bekommt. Der interessierteste und erfolgreichste Schüler nimmt dann an dem Wettbewerb teil”, sagt Lateinlehrer Christian Patzelt, der stolz auf seinen Schüler ist.

Der Landeswettbewerb wurde in drei Runden ausgetragen. In der ersten Runde haben die Teilnehmer in Köln einen Aufsatz zu vorgegebenen Themen aus dem Gebiet der antiken Kultur und der alten Sprachen geschrieben.

Matthias Bayer entschied sich für „Massenveranstaltungen in der Antike”. In Düsseldorf fand die zweite Runde statt, in die es 46 Schüler geschafft hatten. Dort bestand die Aufgabe darin, einen Text aus 200 Wörtern zu übersetzten.

Bei der Finalrunde im Aachener Kaiser-Karl-Gymnasium ging es um einen 15-minütigen Vortrag zu einem frei gewählten Thema. „Bei meiner Präsentation hab ich mich für Orpheus und Eurydike entschieden”, sagt Matthias Bayer.

Sehr zur Freude des Schulleiters Reinhard Granz. „Ich habe auch ein Faible für Latein und konnte Matthias mit Rat zur Seite stehen. Ich bin sehr stolz auf ihn.”

Zehn Preisträger wurden schließlich von einer 14-köpfigen Jury ausgewählt. Einer davon war Matthias, der eine Reise nach Rom gewonnen hat. Dort wird er im Mai mit zwei Schülern aus Bergisch Gladbach und Neuss am internationalen Lateinwettbewerb „Certamen Ciceronianum” im italienischen Arpino teilnehmen und Nordrhein-Westfalen vertreten.

Tolle Erfahrung

„Diese Veranstaltung war eine tolle Erfahrung. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und freue mich sehr auf den europaweiten Wettstreit.” Latein sei im übrigen keineswegs eine tote Sprache. „Sie ist die Mutter aller Sprachen und es macht einfach Spaß, sie zu lernen!”