Alsdorf: „Masterplan Ofden“ wird Bürgern vorgestellt

Alsdorf: „Masterplan Ofden“ wird Bürgern vorgestellt

Der sogenannte „Masterplan Ofden“, in dem die weitere Entwicklung des Alsdorfer Ortsteils skizziert sein soll, ist keineswegs tot. Auch nach Abkehr von dem Vorhaben, das Areal „Ofdener Feld optional als Bauland vorzusehen, da die Entwässerung als zu aufwendig und wirtschaftlich nicht sinnvoll gilt, wird seitens der Verwaltung an dem Konzept gearbeitet.

Dies stellte Bürgermeister Alfred Sonders im Stadtrat im Zuge der Aufstellung eines neuen Bebauungsplans für die Flächen des „Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung“ (VabW) an der Alfred-Brehm-Straße klar. Dagegen hatte der Grüne Horst-Dieter Heidenreich die Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss noch anders verstanden und war davon ausgegangen, dass das Papier, das bislang nur als „Vorplan“ und nicht als verbindliches Vorgehen der Stadt zu werten ist, so Bürgermeister Sonders, vom Tisch ist.

„Zerstörung des Grünbereichs“

Rechtsassessor Hans-Peter Hermanns stellte klar, dass in der Tat der Ausschuss für Stadtentwicklung nur das Aus für den Planbereich Ofdener Feld und nicht auch das Ende für den gesamten Plan dem Stadtrat anempfohlen hatte.

Unverdrossen wiederholte Heidenreich den Standpunkt der Grünen und die Befürchtungen der Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünanlagen in Ofden und sprach von der „geplanten Zerstörung des Grünbestands“ im Bereich des derzeitigen Quartiers des VabW, der innerhalb von Alsdorf umziehen soll. Der Grüne Heidenreich bekräftigte seine Kritik am „beschleunigten Verfahren“ bei Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans. Er argwöhnte sogar, dass die Bebauung des Ofdener Felds nach den Kommunalwahlen wieder aufgegriffen wird.

Er argumentierte, erst sollte ernsthaft geprüft werden, ob die Gebäude des VabW für seniorengerechtes Wohnen umgebaut werden können, wie es die Bürgerinitiative angeregt hatte. Alternativ sei die Errichtung eines Neubaus hierfür zu prüfen. Bis dahin sollte der Bebauungsplan zurückstellen. Auch wenn sich die CDU laut Fraktionsvorsitzendem Franz Brandt „im vollen Umfang“ hinter diese Argumentation stellte, reichte es nicht für eine Mehrheit. Mehrheitlich beschloss der Rat den modifizierten Bebauungsplan Alfred-Brehm-Straße, bekräftigte aber zur Beruhigung der Bevölkerung, die Entwicklung des Ofdener Feldes „unter keinen Umständen“ weiter zu verfolgen, wie Bernd Mortimer (ABU) vorgeschlagen hatte.

Heinrich Plum (SPD) rügte die Argumentation mit falschen Argumenten der Gegner des Vorhabens, die zudem die Dinge miteinander vermischen würden. Ein Beispiel: Auf dem Gelände des VabW soll nur eine sehr überschaubare Zahl von Häusern (25) errichtet werden. Diese würden bestimmt nicht, wie von der Bürgerinitiative vorgetragen, 600 Menschen unterbringen können.

Bürgermeister Alfred Sonders suchte, die Gemüter zu beruhigen. In der Novembersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung soll demnach der „Masterplan Ofden“, dessen erster Entwurf bereits in einem interfraktionellen Gespräch vorgestellt worden war, diskutiert werden. Zudem scheue die Stadt keineswegs den Dialog mit den Bürgern, sondern suche diesen geradezu im Rahmen der Reihe „Alsdorfer Stadtgespräche“ am 11. Dezember vor Ort. „Alle Ofdener sind dazu eingeladen“, sagte Sonders. Es gelte, Verunsicherungen durch umfassende Informationen auszuräumen.

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