Herzogenrath: Markuskirche: Ein echter Hodiamont

Herzogenrath: Markuskirche: Ein echter Hodiamont

Großformatig, kontrastreich, bunt und manchmal auch über den Rahmen hinaus gemalt sind die Werke von Peter Paul Hodiamont, die derzeit in der Evangelischen Kirchengemeinde zu sehen sind.

Genauer gesagt in der Markuskirche und dem Gemeindezentrum an der Geilenkirchener Straße, wo Pfarrer Joachim Wehrenbrecht in die Werkschau des 2004 verstorbenen Künstlers einführte.

Vor rund 30 Besuchern ging er dabei nicht nur auf den unverwechselbaren Stil Hodiamonts ein, sondern auch auf das, was durch die Biografie des Malers hinter jedem Bild steckt. So war er Kunsterzieher am Mädchengymnasium St. Ursula in Aachen und legte später ein Theologiestudium ab, ehe er sich ab 1982 im belgischen Baelen der freischaffenden Kunst widmete. In seinen Werken, die nun in Roda zu sehen sind, verarbeitete er auch die Erfahrungen revolutionärer Zeiten, wie Weh-renbrecht verdeutlichte.

„Es ist eine revolutionäre Erfahrung, dass der Geist auch auf die Frau herabkommt“, sagte der Geistliche beispielsweise über ein Bild, auf dem auch eine Jüngerin zu sehen ist, die den Geist Gottes empfange. So würden auf diesem Bild Hodiamonts Freiheit, Geschwisterlichkeit und Gleichheit zu einer Bewegung des Geistes, die nie aufhöre, schloss Wehrenbrecht.

Die Bilder sind bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten des Gemeindezentrums und den Gottesdienstzeiten in der Kirche bis Sonntag, 20. April, zu sehen.

(mabie)
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