Nordkreis: Mann aus Alsdorf soll fünf Feuer gelegt haben

Nordkreis : Mann aus Alsdorf soll fünf Feuer gelegt haben

Es ist davon auszugehen, dass noch ein zweiter Feuerteufel sein Unwesen treibt. Das bestätigte Polizeisprecher Paul Kemen am Freitag unmissverständlich auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Brandstifter scheint dingfest gemacht worden zu sein.

Im Zuge des Freitag vermeldeten Flächenbrands auf einem Stoppelfeld an der Endstraße in Linden-Neusen am Donnerstagmorgen verfolgten Zeugen einen Mann, der ihnen schon Tage zuvor bei Bränden aufgefallen war. Die alarmierte Polizei suchte den Tatverdächtigen, einen 57-Jährigen aus Hoengen, in seinem Zuhause auf und nahm ihn zur Vernehmung mit auf die Wache. Ihm wird zur Last gelegt, für fünf Brände in den vergangenen Tagen verantwortlich zu sein. Der Hoengener bestreitet dies.

Kräfte der Hauptwache und der Löschzüge Kohlscheid und Herzogenrath rückten zur Brandbekämpfung an der Kohlberger Straße aus. Foto: Feuerwehr Herzogenrath

Unterdessen wurde am Donnerstagmittag ein „Entstehungsbrand“ im Wald am Teuterhof gemeldet. Vor Ort aber stellte sich heraus, dass im unwegsamen Gelände gleich an mehreren Stellen kleinere Brände zu löschen waren. Sofort wurde der Löschzug Würselen-Mitte nachgefordert.

Rund 500 Quadratmeter standen auf der Freifläche in Herzogenrath in Flammen. Foto: Feuerwehr Herzogenrath

Dieser rückte unter anderem mit dem für die Wasserversorgung über längere Distanzen ausgelegten Schlauchwagen aus. Zusätzlich wurde ein Tanklöschfahrzeug des Zugs Broichweiden mit weiteren Kräften herbeibeordert. Insgesamt brannte es an zehn Stellen im Unterholz zwischen Teuterhof und Pumpermühle. Mehrere Trupps gingen mit Kleinlöschgeräten in das Waldgebiet vor.

Funkenflug setzte auch eine stattliche Tanne in Flammen: Zum Glück hatte die Herzogenrather Wehr den Flächenbrand an der Kohlberger Straße (l. und unten) souverän im Griff. Unwegsames Gelände hatten Rodas Einsatzkräfte unter anderem beim Feuer an der Bergstraße vor einigen Tagen zu bewältigen. Viele Meter Schlauch musste auch die Würselener Wehr verlegen, hier im Kampf gegen das Feuer am Teuterhof (r.), wo die Polizei ebenfalls von Brandstiftung ausgeht. Foto: Feuerwehr Würselen

Mit einer Tragkraftspritze wurde Wasser aus der Wurm entnommen, um drei Löschrohre zu speisen. Dazu wurden über 600 Meter Schlauch verlegt. Die einzelnen Brandstellen mussten mehrfach bewässert werden. Das Areal an der Stadtgrenze zu Herzogenrath wurde abschließend per Wärmebildkamera überprüft. Erst gegen 21 Uhr war der Einsatz beendet, die Versorgung der Leute erfolgte durch den Verpflegungszug der Wehr. Auch in diesem Fall geht die Kripo von einem Brandstifter aus.

Die Einsätze reißen nicht ab: Gegen 14 Uhr am Freitag wurde ein Feuer auf einer Wiese mit Strauchwerk an der Kohlberger Straße gemeldet. Kräfte der Herzogenrather Wache sowie der Löschzüge Kohlscheid und Mitte rückten nach Straß aus. Insgesamt rund 200 Quadratmeter standen in Flammen, die mit Wasser aus vier C-Rohren bekämpft wurden. Per Funkenflug fingen auch Bäume Feuer. 32 Wehrleute waren im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern.

(bea)
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