Alsdorf: Mai-Klassik-Festival ist klein, aber fein

Alsdorf : Mai-Klassik-Festival ist klein, aber fein

Kaum noch können sie es erwarten, dass der erste feine Ton wieder durch das einstige Fördermaschinenhaus an der Konrad-Adenauer-Allee zwischen der Alsdorfer Kernstadt und Busch hallt. Hans-Christian Schweiker und Harald Richter brennen förmlich für die Mai-Klassik, jenes kleine und eigentlich nur drei Konzerte kurze, dafür aber hoch konzentrierte Festival.

Dieses führt zu Beginn des Wonnemonats die Besten ihrer Kunst in der einstigen Bergbaustadt zusammen. Denn der Cellist und Hochschulprofessor, einst als festes Mitglied eines Streichquartetts ein gern gehörter Reisender in Sachen Kammermusik, sowie der Geschäftsführer des Energeticon haben diesen ganz besonderen Alsdorfer Mai zu ihrem persönlichen Anliegen gemacht.

Richter: „Es sind gefühlte drei Monate vergangen — doch es ist wieder ein Jahr her“, erinnert er sich an den Ausklang der 2017er Klassik. Mit der 2018er Ausgabe verbindet der erste Mann im Energeticon ganz besondere Gefühle: „Das ist mein letztes Festival — am 1. September gehe ich in den Ruhestand. 17 Interpreten habe ich bisher kennengelernt“, resümiert der erfahrene Verwaltungsmann, „in diesem Jahr kommen zwei weitere dazu.“ Wenn zu Beginn des 2019er Festivals das 25. Konzert anfängt, will Richter, bekennender Jazz-Liebhaber, auf jeden Fall dabei sein — aber dann halt als Ruheständler und auf der Tribüne, nicht mehr wie bis jetzt hinter den Kulissen.

Dass es wieder äußerst hochkarätig zugeht: Dafür garantiert wieder mal Professor Schweiker, der nicht nur bei den drei Konzerten vom 4. bis zum 6. Mai als ausführender Künstler auftritt, sondern als geübter Netzwerker die Verbindungen zu vielen Kollegen in den Dienst der Festival-Freunde stellt. So hat er insgesamt acht Virtuosen zusammengeführt und mit ihnen das „Mai-Klassik-Cello-Ensemble“ gebildet, das bei der sonntäglichen Matinée am 6. Mai, 11 Uhr, die beschwingten, farbigen und dabei in der Klassik geerdeten „Bachianas Brasileiras“ des Komponisten Heitor Villa Lobos aufführen soll — übrigens Harald Richter zu Ehren.

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