Alsdorf: Löschzug Hoengen führt brandgefährliche Reaktionen vor

Alsdorf: Löschzug Hoengen führt brandgefährliche Reaktionen vor

Unterbrandmeister Jörg Sistermanns zieht nur ganz kurz an einem dünnen Seil und wenige Augenblicke später schießt eine Stichflamme in den Hoengener Nachmittagshimmel. Dabei war in dem Becher am anderen Ende des Seilchens nur ein wenig Wasser, vielleicht genug, um sich damit die Zähne zu putzen.

Doch damit demonstrierten die Damen und Herren des Löschzugs Hoengen der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf auf ihrem Gelände an der Alten Wardener Straße, was passieren kann, wenn ein brennender Topf mit Öl versehentlich mit Wasser gelöscht wird. Diese Vorführung war nur ein Teil eines überaus gelungenen Festtages, den viele Anwohner und Besucher dazu nutzten, den freiwilligen Helfern einmal über die Schultern zu gucken, ihre Ausrüstung, Gebäude und Fahrzeuge näher zu betrachten.

Vielfältige Ausrüstung

Vor allem die Kinder freuten sich, nicht nur einmal in einem der großen roten Fahrzeuge mit ihrer umfänglichen technischen Ausstattung zu sitzen. Von vielen Huptönen der fröhlich spielenden Kinder untermalt, zeigten die jungen und die erfahrenen Wehrleute, was sich alles mit der Ausrüstung machen lässt.

Wer feiert, muss natürlich auch gut im Futter stehen, und dazu gab es an der reichhaltigen Cafeteria und dem Imbissstand genug Gelegenheit, Energie zu tanken und das ein oder andere Getränk zu sich zu nehmen. „Erleben Sie Feuerwehr hautnah“, lud Brandmeister und Pressesprecher Christoph Simon immer wieder ein. Auch die Tombolalose gingen weg wie warme Semmeln. Die hätten Jörg Sistermanns und sein Kamerad Hauptfeuerwehrmann Marcel Kaldenbach natürlich auch flott auf ihrem kleinen Demonstrationsgrill backen können.

Doch viel lieber zeigten sie den Menschen, was passieren kann, wenn aus falsch verstandener Eile beim Grillen unvorsichtig mit flüssigen Brandbeschleunigern hantiert wird. Auch hier gab es eine Stichflamme, Kinder, die sich hinter ihren Papaarmen versteckten, einen Moment anschwellender Hitze und erlöste Gesichter, als die Vorführung zu einem guten Ende kam.

Natürlich gab es für diesen beeindruckenden Einsatz viel Applaus, den die Helfer, die rund um die Uhr für das Wohl der Menschen bereitstehen, vielleicht noch ein wenig öfter gebrauchen könnten.

(mabie)
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