Löschzug Broichweiden zieht Bilanz

Beachtliche Bilanz: Arbeitsintensives Jahr für den Löschzug Broichweiden

Der Löschzug Broichweiden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Würselen blickt auf ein arbeitsintensives Jahr 2018 zurück. Diese Bilanz zog Löschzugführer Ralf Jüsgens auf der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus an der Eschweiler Straße.

So stieg die Anzahl der Einsätze deutlich auf 116 an, damit musste die Broichweidener Feuerwehr 26 Mal mehr ausrücken als im Jahr zuvor. Ralf Jüsgens: „Die nahegelegene Autobahn bereitete uns mit 15 Einsätzen einiges an Arbeit. Darunter waren unter anderem zwei Fahrzeugbrände und acht Verkehrsunfälle zu bewältigen, wie im November, als zwei Pkw zusammenstießen und ein Fahrzeug in Brand geriet. Die Wehrleute löschten die Flammen und versorgten die beiden Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes“.

Der Löschzug übernahm auch die Rettung und Erstversorgung eines leblosen Pkw-Fahrers auf der Autobahn. Jüsgens: „Gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurde die Reanimation eingeleitet“. Bereits zum Jahresbeginn hielten die Sturmtiefs „Burglind“ und „Friederike“ den Löschzug auf Trab: Insgesamt wurden 15 sturmbedingte Einsätze abgearbeitet.

Im April brannte der Inhalt einer Abfallpresse neben einem Gewerbebetrieb an der St. Jobser-Straße. „Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich langwierig. Der schwelende und bereits gepresste Unrat musste mühselig aus der Anlage entfernt werden. Spontan leistete ein benachbarter Baulogistiker mit einem Radlader und Containerfahrzeug Hilfe“, berichtet Jüsgens. Glimpflich endete ein „Zimmerbrand“ an der Kreuzung Euchener Straße: Es handelte sich um „angebranntes Essen“. Da jedoch niemand in der Wohnung war, verschaffte sich die Wehr über ein gekipptes Fenster Zutritt und „verhinderte Schlimmeres“, so der Löschzugführer.

In der lang andauernden Trockenperiode im Sommer unterstütze die Wehr mehrmals die Kommunalen Dienste Würselen (KDW) bei der Bewässerung der städtischen Grünanlage in Broichweiden. Insgesamt galt es während dieser Zeit auch zehn Flächenbrände beziehungsweise. Strohmietenbrände zu löschen. „Dabei leistete das Tanklöschfahrzeug wertvolle Hilfe. Im Pendelverkehr stand somit stets genügend Löschwasser zur Verfügung“, so Jüsgens in seinem Jahresbericht.

Kurz vor Weihnachten war der Löschzug bei dem Brand einer Trafostation in der Bahnhofstraße im Einsatz und übernahm den rückwärtigen Abschnitt an der Nordstraße. Teile der Innenstadt und Broichweidens waren ohne Strom. In dem Mannschaftstransportfahrzeug wurden zunächst betroffene Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses betreut. Später fungierte das Fahrzeug als eines der beiden „Infomobile“ und war somit bis zum nächsten Morgen Anlaufstelle für die vom Stromausfall betroffenen Anwohner.

Im Beisein von Bürgermeister Arno Nelles, dem Beigeordneten Roger Nießen, dem Leiter der Feuerwehr Patrick Ameri und Klaus Wertz und Jörg Brandts von der Ehrenabteilung, sagte Ralf Jüsgens, dass wie bereits in den Vorjahren die „10.000-Marke“ bei den Dienststunden wieder deutlich überschritten wurde. Insgesamt leisteten die aktiven Feuerwehrleute 13.860 Dienststunden. Insgesamt zählt der Löschzug 111 Mitglieder. Über die vielfältigen Aktivitäten der Jugend- und Kinderfeuerwehr berichteten Jugendwart Michael Winands und Kinderwartin Stefanie Wertz.

Löschzugführer Ralf Jüsgens freute sich über die Bekanntgabe einer Vielzahl von Beförderungen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Feuerwehrleute ausgezeichnet. Die Beförderungen im Einzelnen: Zum Feuerwehrmann-Anwärter: Leon Baumann, Sascha Fabry; zur Feuerwehrfrau: Rebecca Cremer; zum Feuerwehrmann: Niclas Baermann, Pascal Peters; zur Oberfeuerwehrfrau: Stefanie Wertz, zum Unterbrandmeister: Sebastian Heuzeroth, Jarek Kosch; zum Hauptbrandmeister: Frank Huppertz; Ehrungen: Fünf Jahre: Jugendfeuerwehrmann Timo Thiel (Bronzener Feuerwehrmann); Zehn Jahre: Unterbrandmeisterin Anni Huppertz, Oberfeuerwehrmann Henrik Schmidt, Unterbrandmeister Sebastian Heuzeroth, Unterbrandmeister Jarek Kosch und Oberfeuerwehrmann Michael Kosch (Urkunden); 15 Jahre: Unterbrandmeister Patrick Nellen (Silberner Feuerwehrmann); 30 Jahre: Unterbrandmeister Ralf Cohnen, Unterbrandmeister Oliver Schmoll, Hauptbrandmeister Marko Vasen (Goldener Feuerwehrmann).

Der stellvertretende Löschzugführer Toni Graf hatte die Ehre, den Löschzugführer Ralf Jüsgens für sein 35jähriges Engagement mit einer goldenen Uhr auszuzeichnen. Für ihre besonderen Verdienste wurden zahlreiche Mitglieder des Löschzuges mit Präsenten geehrt. Immer zur Stelle sind die Mitglieder der Ehrenabteilung, wofür Ralf Jüsgens ausdrückliche Worte des Dankes aussprach.

(ro)
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