Landesstraße 223: Zweiter Bauabschnitt durch Erdwälle abgesperrt

Dauerbaustelle L223 : Erdwälle bremsen Autofahrer und Fußgänger aus

Der zweite Abschnitt zum Umbau der Landesstraße 223 hat begonnen. Und schon gibt es Kritik von Anwohnern. Der Landesbetrieb Straße NRW aber verweist auf Sicherheitsgründe.

Erdarbeiten der ungeahnten Art sind an der Landesstraße 223 vorgenommen worden, wie ein Anwohner aus Niederbardenberg berichtet. Freitagmittag war der erste Bauabschnitt zwischen Schulzentrum und K1 freigegeben und im Gegenzug das Teilstück bis Birk gesperrt worden.

Einbezogen waren auch sämtliche Einmündungen, von Bardenberg und Niederbardenberg aus. Autofahrer aber hätten die Barrieren einfach weggeräumt, um weiter von einem Ortsteil in den anderen zu fahren. Was bei der Baufirma am Montag auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Kurzerhand rückten die Arbeiter mit dem Bagger an, um alle Querstraßen mit soliden Erdwällen abzubinden. „Nicht mal als Fußgänger darf man durch“, beklagt der Anwohner.

Dabei habe es mal geheißen, die Querungen am Friedhof und am Finkenweg blieben möglichst lange offen. Die jetzige Aktion aber habe den Effekt, dass Bewohner des Duffesheider Wegs, die direkt hinter der Kreuzung wohnen, erstmal nach Alsdorf fahren müssen, von dort nach Würselen und von dort nach Bardenberg, wo sie zu Fuß in zehn Minuten wären. Und Leute aus der Siedlung am Finkenweg, die mal eben zum Nahversorger in Bardenberg wollen, hätten zu Fuß keine Chance, der Finkenweg habe keinen Gehweg und die Fahrbahn sei  auf kompletter Breite gesperrt. Angesichts der Tatsache, dass der Berufsverkehr sich nun durchs enge Bardenberg quetschen müsse, wäre es hilfreich gewesen, wenigstens die Querung am Friedhof so lange wie möglich offen zu halten.

Beim Landesbetrieb Straßen.NRW sieht man das anders. „Eine Baustelle ist eine Baustelle“, sagt Projektleiter Arnd Meyer. Und die dürfe aus Sicherheitsgründen auch für Fußgänger nicht zugänglich sein. Was überdies Schäden an Autos vorbeuge, so habe sich jemand beim Durchfahren der Baustelle im ersten Abschnitt die Ölwanne aufgerissen, und es habe Klagen aufgrund von Lackschäden durch aufspringende Steinchen gegeben. Ende des Jahres soll auch der zweite Bauabschnitt beendet sein.

(bea)
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