Herzogenrath: Künstler präsentiert Menschliche Abgründe und Widersprüche

Herzogenrath: Künstler präsentiert Menschliche Abgründe und Widersprüche

„Antonio Nuñez‘ Bildwelten sind eine furchtlose Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen und Widersprüchen.“ So sieht es Prof. Dr. Fritz G. Rohde, Leiter des Forums für Kunst und Kultur. Die Vernissage der Nuñez-Ausstellung mit dem Titel „Rverso“ zog viele Kunstfreunde an. Die Malerei und Installationen des kubanischen Künstlers lassen sich nicht mit einem schnellen Blick deuten, sie erfordern genaues Hinschauen.

Die Werkliste enthält unter anderem 18 Positionen der Serie „Der rote Punkt“ mit Fotografien, Malerei und Collagen auf Holz sowie hinter Plexiglas. Die titelgebende Installation „Rverso“ und das zugehörige Relief ziehen alle Blicke auf sich. Wie auf einem Baugerüst sind Personen nebeneinandergereiht, mal im Gespräch, mal mit Affen- oder Hundekopf, mal übermalt.

Antonio Nuñez, der 2001 durch ein Stipendium der „Peter-und-Irene-Ludwig-Stiftung“ erstmals nach Aachen kam, lebt und arbeitet seit 2002 zwischen Havanna und Aachen. Er hat sich in den vergangenen zwölf Jahren in der Region als Künstler und als Lehrer für bildende Kunst etabliert.

„In seinen verschiedenen, vermeintlich unabhängigen Stilphasen, in denen er gerne Gattungsgrenzen überschreitet, bewegt er sich zwischen Realismus und Abstraktion, schafft mittels Collage und Décollage, Schichtung und Fragmentierung, fremde, surreal anmutende Bildwelten“, erklärt Rohde.

1971 geboren im kubanischen Camagüey, studierte Nuñez von 1993 bis 1998 Malerei und Grafik am Instituto Superior de Arte in der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Der kreative Kubaner stellte unter anderem im Rahmen der Aachener Kunstroute, beim Internationalen Kulturfestival „across the borders“ in der Aula Carolina in Aachen sowie in Havanna, Berlin, London und New York aus.

Die Ausstellung „Rverso“ im Eurode-Kulturbahnhof ist noch bis 15. Februar geöffnet

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