Würselen: Konzept für Trainingsbetrieb für Fußballvereine angemahnt

Würselen : Konzept für Trainingsbetrieb für Fußballvereine angemahnt

Erwartungsgemäß haben Klageführer gegen den Bau der Gesamtschule an der Krottstraße im Bauausschuss versucht, Näheres über den Planungsstand und den Baubeginn in Erfahrung zu bringen.

Anlieger Klaus Köhler mahnte in der Bürgerfragestunde erneut aus seiner Sicht wichtige Informationen für die Bürgerschaft an. Unter anderem wollte er wissen, wie ein 54 mal 122 Meter messender Neubau („Klotz“) auf das Areal passt, so dass noch genügend Platz für den Pausenhof bleibt.

Zudem wollte er wissen, wann denn nun endlich das Gesamtkonzept der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Köhler verlangte, dass die tatsächlichen Kosten inklusive Nebenanlagen und Verkehrsanbindung dargelegt werden. Mit der Deckelung der reinen Baukosten bei 28 Millionen Euro würden die wahren finanziellen Belastungen für die Kommune und die Bürger verschleiert. Gefragt wurde nach der Ersatzspielfläche für den nun wegfallenden Aschenplatz an der Krottstraße, auf dem schon die Vorbereitungen für den Baubeginn angelaufen sind.

Auch die Veröffentlichung des schon längst beschlossenen Bebauungsplanes lasse weiter auf sich warten, merkte Anliegerin Elfriede Drabent an. Anwohner der Krottstraße bereiten ein Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen den mit Veröffentlichung rechtskräftigen Bebauungsplan vor.

Sache des Sportdezernenten

Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen wollte mit Blick auf „das laufende anwaltliche Verfahren“ keine genaueren Angaben zum Vorgehen machen. Der Bebauungsplan werde zu gegebener Zeit — der Bauantrag werde noch bearbeitet — veröffentlicht. Der ursprünglich angegebene Baubeginn Anfang dieser Woche sei alt und überholt. Vorbereitende Arbeiten wie die Überprüfung des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst könnten jederzeit stattfinden und seien nicht genehmigungspflichtig.

Die Frage der Bereitstellung einer Ersatzspielfläche falle in den Zuständigkeitsbereich des Sportdezernenten — also in den Arbeitsbereich des Beigeordneten Roger Nießen. Der nahm aber an der Sitzung nicht teil, weil der Bauausschuss nicht zu den von ihm betreuten Ratsausschüssen gehört.

Anwohner Köhler warf ein, dass laut Ratsbeschluss die Ersatzfläche schon längst hätte fertiggestellt werden muss. Ausschussvorsitzender Bernd Parschmann (Grüne) beschwichtigte: „Wir fragen den Sportdezernenten!“

Winfried Hahn (SPD) berichtete von einer Besprechung mit Vereinen nebst Beigeordnetem zum geplanten Sportzentrum am Aquana. Der Stand der Dinge soll am 15. Februar vorgestellt werden. Dann tagt der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss.

(-ks-)