Herzogenrath: Konfettikanonen sprengen den Weg frei

Herzogenrath: Konfettikanonen sprengen den Weg frei

Voll war es auf Rodas Rathausplatz: Die Jecken wollten miterleben, wie die Narrenherrscher die Festung stürmen und so die letzten närrischen Tage einläuteten. „Wir bieten dir freies Geleit in die Niederlande, wenn du dich ergibst“, bekam Bürgermeister Christoph von den Driesch das Angebot, der aber seine Festung nicht freiwillig aufgeben wollte.

Also fuhren die Narrenherrscher scharfe Geschütze auf und befeuerten Rodas Rathaus mit Konfettikanonen. Die Verteidiger antworteten mit leichteren Geschossen in Form von Popcorn und Mäusespeck. Zwischendurch Musik und dann wieder ein Konfetti-Kanonenschuss. Den geballten Anstrengungen hatte die Verwaltungsmannschaft aber nicht viel entgegenzusetzen. Und so rief der Bürgermeister schließlich: „Ihr habt gewonnen“, und ergab sich so noch vor der jecken Zeit um 11.11 Uhr.

Vor dem Sturm: Prinz Hans I. vom Herzogenrather Dreigestirn bat Kohlscheids Prinzessin Maria zum kurzen Tänzchen vor dem Rathaus. Foto: Elisa Zander

Der Prinz des Dreigestirns, Prinz Hans I., und der des Kohlscheider Prinzenpaares, Prinz Franz I., rüttelten und klopften mit ihren Zeptern an die verschlossene Rathaustür bis diese geöffnet wurde. Der eroberte Schatz — neben Kapitulationsurkunden, die das Herzogenrather und das Merksteiner Dreigestirn ebenso erhielten wie Kohlscheids Prinzenpaar, das Kinderprinzenpaar Jugendprinzessin — war eine Karnevals-Sause im Rathaus. Bei Live-Musik schunkelten sich die Besucher mit den Verwaltungsmitarbeitern hinein in den Fettdonnerstag — in Vorfreude auf die noch folgenden tollen Tage.

Kapitulation: Bürgermeister Christoph von den Driesch gibt auf. Foto: Elisa Zander
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