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Kommentiert: Fünf Finger einer Hand

Kommentiert: Fünf Finger einer Hand

Alsdorf, eine Stadt voller Energie entdeckt sich neu — so hieß es im vergangenen Jahr, als Bilanz gezogen wurde 25 Jahre nach Ende des Steinkohlenbergbaus. Der Slogan ist zugleich Zielvorgabe für den weiteren Strukturwandel. Vom alles beherrschenden Bergbau ist nicht mehr viel geblieben, aber es gibt noch etliche Lücken zu schließen.

Das gilt für Bauten wie für die Bedürfnisse der Alsdorfer. Wer gestalten will, braucht Werkzeug. Das wird jetzt modernisiert und in seinen Funktionen nachgeschärft. Dafür fünf Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist, wie die Finger einer Hand effizienter zupacken zu lassen, ist konsequent und richtig.

Aufgabenüberschneidungen werden abgeschafft, dafür neue gestellt. Nach dem Kraftakt Kultur- und Bildungszentrum haben viele Alsdorf schon vor dem finanziellen Kollaps gesehen. Der ist nicht eingetreten. Das ist sicherlich zu einem erheblichen Teil der boomenden Wirtschaft und dem niedrigen Zinsniveau für Kredite zu verdanken. Aber jetzt kann auch zunehmend die Ernte der bisherigen Investitionen eingefahren werden.

Durch Neuansiedlungen und Erweiterung von Firmen werden Arbeitsplätze geschaffen, durch Zuzug verändert sich die Bürgerschaft. Neubaugebiete, bessere und neue Schulen, Kitas und mehr Freizeit- und Kulturangebote, eine sauberere Stadt (da ist noch deutlich Luft nach oben) machen Mut. Die Aufbruchstimmung hält an. Der (Stadt-)Heimwerker sagt: Her mit dem nächsten Projekt!