Herzogenrath: Kohlscheider BC gewinnt Stadtpokal-„Traumfinale“ im Elfmeterschießen

Herzogenrath : Kohlscheider BC gewinnt Stadtpokal-„Traumfinale“ im Elfmeterschießen

Ein packendes Finale konnte den Zuschauern der Herzogenrather Stadtmeisterschaft auf dem glühenden Kunstrasen der Sportvereinigung Straß geboten werden.

Drei Tore erzielten der Kohlscheider BC (KBC) und der Kohlscheider SV (KSV) jeweils, bevor es nach brisanten 90 Minuten zum „Nervenspiel“ Elfmeterschießens ging. Während gleich drei KSV‘ler vergaben, behielt der KBC kühlen Kopf. Daniel Dabla verwandelte den entscheidenden Strafstoß zum schlussendlichen 6:4 Sieg.

Dass im Finale überhaupt die beiden Kohlscheider Schwergewichte aufeinander trafen, war in einem Kuriosum begründet. Bereits in der Vorrunde trafen beide Teams in der Gruppe B aufeinander, der KSV setzte sich mit 2:1 durch. Gegen den hoffnungslos unterlegenen dritten Gruppengegner FC Emir Sultan Spor Merkstein fuhren beide Teams Kantersiege ein. Aufgrund der Dreierkonstellation war der KBC eigentlich schon ausgeschieden. Während sich in der Gruppe A der SVS Merkstein keine Blöße gab und mit zwei Siegen und einem Unentschieden ins Halbfinale einzog, entschied über den zweiten Platz die Anzahl der mehr erzielten Tore. Der SuS Herzogenrath hatte ein Tor mehr erzielt als Konkurrent Union Ritzerfeld.

In der verbleibenden Gruppe C musste Accordia Niederbardenberg seine Teilnahme aufgrund von Spielermangel kurzfristig absagen. Concordia Merkstein entschied die Dreiergruppe mit einem Sieg über den Gastgeber Straß für sich und zog ins Halbfinale ein. Da die Merksteiner jedoch ebenfalls mit einer äußerst dünnen Personaldecke angereist waren, konnte man für das Halbfinale gegen den SuS keine Mannschaft mehr stellen. Als Nachrücker wurde aufgrund der mehr erzielten Tore wurde der KBC bestimmt — den Ausfall von gleich zwei Finalspielen wollte man den Besuchern nicht antun

Perfekte Organisation

Im ersten Halbfinale setzte sich der KSV knapp mit 1:2 gegen den SVS durch. Der KBC zog abermals kampflos in die nächste Runde ein, da sich der SuS gegen eine nachträgliche Nominierung des KBC aussprach. Somit konnten die Veranstalter den Fans ein „Traumfinale“ präsentieren, das vom ursprünglichen Turnierplan her eigentlich nicht möglich gewesen wäre. Im Spiel der „Lucky-Looser“ um Platz drei sicherte sich der SVS den Sieg gegen den SuS.

Rainer Kupferschläger (Vorsitzender der Sportvereinigung Straß), Jürgen Jekewitz (Vorstand des Stadtsportverbands), Stadtkämmerer Hubert Philippengracht und Manfred Borgs (Vorsitzender des Stadtsportverbands) überreichten den von Philippengracht gestifteten Wanderpokal an die siegreiche Mannschaft. Der KSV zeigte sich als fairer Verlierer und kann mit breiter Brust den Aufstiegskampf in der Kreisliga A angehen.

Der KBC startet als Absteiger aus der Landesliga kommende Saison in der Bezirksliga. Borgs freute sich über ein faires wie spannendes Turnier mit vielen Besuchern. Stellvertretend für alle Kollegen an der Pfeife sprach er dem Finalschiedsrichter David Theißen vom VfL 08 Vichttal Mausbach Vicht Zweifall seinen Dank aus. Die Zuschauer hätten tollen Fußball und hervorragende Schiedsrichterleistungen bei bestem Wetter genießen dürfen.

Mahnende Worte fand Borgs in Bezug auf die Nichtantritte: „Die Termine stehen im Zehn-Jahresrhythmus fest. Es ist schade, dass wir Absagen erhalten. Wenn wir nicht aufpassen gefährdet so etwas langfristig die gesamte Stadtmeisterschaft.“ Auch wenn der Titelgewinn des KBC somit etwas kurios ausfällt — für große sportliche Unterhaltung bei perfekter Organisation war zu jeder Zeit gesorgt.

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