Kohlscheid: Sondersitzung zur Vorstellung Pläne Stadion Oststraße

Stadion Oststraße in Kohlscheid : Die Entwurfsplanung für den Ausbau wird vorgestellt

Wenn in Bälde der Trainingsplatz am Langenberg zugunsten der Markttangente wegfällt, müssen die Weichen für die Interimszeit gestellt sein, bis die als Ausgleich avisierte „Ertüchtigung“ des Stadions an der Oststraße beendet ist.

Die Entwurfsplanung zu Umbau und Sanierung des Stadions Oststraße sowie die öffentliche Ausschreibung der nötigen Gewerke sollen am kommenden Dienstag in einer gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Bildung, Sport und Kultur sowie Bau und Verkehr auf den Weg gebracht werden (Sitzungsbeginn 18 Uhr im Ratssaal).

Im nichtöffentlichen Teil des anschließend weiter tagenden Bau- und Verkehrsausschusses steht dann übrigens unter anderem die Auftragsvergabe für die Erstellung eines Abbruch- und Entsorgungskonzepts für den ehemaligen Kaiser’s am Langenberg sowie für Planung, Bauüberwachung und Dokumentation zur Sicherung „relevanter Hinterlassenschaften des Altbergbaus“ an.

Zum Oststadion: Nach der aufgrund der Auftragssumme von über 200.000 Euro notwendig gewordenen EU-weiten Ausschreibung für die Entwurfsplanung hatten im Juni die Landschaftsarchitekten W. Müller und Partner aus Willich den Zuschlag bekommen. Auf Basis der im März vergangenen Jahres vorgelegten Vorplanung durch ein anderes Büro werden am Dienstag vor allem im Bereich Entwässerung und hinsichtlich Vereinswünschen nuancierte und verfeinerte Pläne vorgestellt, wie Erster Beigeordneter Hubert Philippengracht auf Anfrage unserer Zeitung darlegt.

„Sehr gut“, so goutiert Philippengracht, hätten bereits die Vereine Kohlscheider Ballspielclub (KBC), Kohlscheider SV (KSV) und Sportvereinigung Straß untereinander geregelt, wann und wo die einzelnen Mannschaften des KBC in der Interimszeit trainieren können, wenn nämlich am Langenberg der Bagger anrollt und die Arbeiten an der Oststraße noch nicht beendet sein sollten.

„Durch diese Einigung ist Vorsorge getroffen“, betont Philippengracht, dass das entsprechende Zeitfenster so klein wie möglich gehalten werden soll. „Wir gehen davon aus, dass im September/Oktober mit den Arbeiten an der Oststraße begonnen werden kann“, sagt er. Umfangreiche Erdarbeiten seien dort nötig. Da ein Kunstrasen nur bei Trockenheit aufgebracht werden kann, sei ungefähr im April 2020 mit dem Endausbau zu rechnen, und im Mai dann mit der Fertigstellung. „Dafür wird das auch eine Anlage, die super top ist“, sagt Philippengracht. So laufen auch Überlegungen bezüglich des sanierungsbedürftigen Umkleidegebäudes, das eventuell parallel in Angriff genommen werden könnte.

Der Platz am Langenberg soll im Gegenzug so lange wie möglich nutzbar bleiben. Wann hier mit den Straßenbauarbeiten begonnen werde, stehe im Detail noch nicht fest: Erst müsse das Ensemble des ehemaligen Supermarkts abgerissen werden, dann die bergbauliche Sondierung erfolgen.

Zufrieden über die Interimslösung zwischen den Vereinen ist auch der Stadtsportverband (SSV), der an den Gesprächen beteiligt war. Zeitlich vom „worst case“ ausgehend, so SSV-Geschäftsführer Manfred Borgs, sei Einvernehmen erzielt worden. Und Ludwig Bergstein, stellvertretender SSV-Vorsitzender, ergänzt: „Während der Umbauphasen ihrer Sportplätze hin zum Kunstrasen sind Straß und KSV ja auch anderweitig untergekommen.“