Alsdorf: Kitas im Nordkreis sorgen am zweiten Streik-Tag für Notbetreuung

Alsdorf : Kitas im Nordkreis sorgen am zweiten Streik-Tag für Notbetreuung

Tag zwei der Streiks im öffentlichen Dienst — nach Verdi am Dienstag hatten am Mittwoch der Deutsche Beamtenbund und Tarifunion (DBB) und Komba zur Arbeitsniederlegung aufgefahren. Je nach Organisationsgrad wirkte sich das für die Kommunen bzw. kommunalen Einrichtungen unterschiedlich aus.

In Alsdorf machten sich am frühen Morgen rund 110 Bedienstete in zwei Bussen auf den Weg zur zentralen Kundgebung nach Bonn auf, um den Forderungen der Arbeitnehmerseite in den aktuellen Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen, wie Stefan Schaum vom Presseamt auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Natürlich sei versucht worden, innerhalb der Verwaltung die Dienstleistungen aufrecht zu erhalten.

Das gelang nicht in allen Bereichen. Am Mittwoch war die Kita Kellersberg geschlossen. Kinder, die von ihren Erziehungsberechtigten nicht anderweitig hatten untergebracht werden können, wurden in anderen städtischen Einrichtungen betreut, sagte Schaum. Zudem war am Mittwoch das Einwohnermeldeamt geschlossen.

Dagegen folgten in der Würselener Stadtverwaltung gerade mal vier Kollegen dem Aufruf zum Streik. „Das hatte natürlich keine für die Bürger spürbaren Auswirkungen auf die Verwaltungsabläufe“, wie Stadtsprecher Bernd Schaffrath sagte.

Ähnlich sah es in der Baesweiler Stadtverwaltung aus. Laut Birgit Kremer-Hodok hatten drei Mitarbeiter der Verwaltung und drei weitere des Bauhofs die Arbeit niedergelegt.

Nach Angaben der Städteregion Aachen waren in Baesweiler allerdings Kitas betroffen. So war im Familienzentrum an der Maria-straße eine Notbetreuung eingerichtet. Die Kita Grengracht war geschlossen. Kinder von dort konnten zur Notbetreuung in die Mariastraße gebracht werden. Die Kitas an der Graben-/Herzogstraße, Ringstraße in Beggendorf und Am Weiher sorgten jeweils für eine Notbetreuung.

Petra Baur, Sprecherin der Stadt Herzogenrath, sagte, dass der Streikaufruf durch DBB und Komba keine Auswirkungen auf die Kommune hatte. Seitens des Rhein-Maas Klinikums Würselen war zu hören, dass das Krankenhaus nicht betroffen war.