Kita-Neubau im Automuseum Würselen

Stadtgarten Würselen: Kinder planen Kita im ehemaligen Automuseum mit

„Das ist schön. Und kalt.“ Damien (5) ging mit 29 anderen Kita-Kindern aus Alsdorf, Baesweiler und Setterich durch das ehemalige Automuseum am Stadtgarten und ließ sich von Architekten erklären, was auf dieser 825 Quadratmeter großen Baustelle gerade passierte.

„Wir bauen gerade auf einer Grundfläche, die so groß ist wie 3,5 Tennisplätze, Räume für fünf Kitagruppen “, erklärte Architekt Eckhard Alfes von Alfes-Kraska-Architekten. Für die Stadtentwicklung Würselen (SEW) wird gerade eine Kindertagesstätte im Wert von 3,3 Millionen Euro gebaut, die das DRK mieten wird.

Am 1. August soll Eröffnung sein. Damit das gelingt, waren Kinder der elf DRK-Einrichtungen aus der Städteregion gefragt. „Die Vier- und Fünfjährigen haben sich überlegt, welches Spielzeug die Kinder haben sollten, wenn die neue Kita bezogen wird“, erklärte Melanie Carduck vom DRK.

Warum diese Altersgruppe? Damit sie in der Bauzeit den Umbau anschauen können, um dann noch einmal zurück zu kommen, wenn alles fertig ist. „Das ist einmalig, dass Kindergarten-Kinder so einen Bau begleiten“, erklärte Architekt Marcel Kraska, der gemeinsam mit seinem Büro seit 15 Jahren für das DRK Kindergärten baut.

Wo jetzt noch der Wind zog, wird schon bald alles umgebaut sein. „Damit das ehemalige Oldtimermuseum lichtdurchflutet ist, werden Oberlichter in die riesige Dachfläche eingebaut, die zusätzlich zu den großflächigen Fenstern Tageslicht bis in die Mitte der Gruppenräume und den zentralen Spielraum lassen. „Von einem zentralen Spielflur zweigen die Zugänge zu den einzelnen Betreuungsgruppen ab, zu dem Mehrzweckraum, dem Speiseraum, der Küche sowie den sonstig erforderlichen Personal- und Nebenräumen ab und dem Dachgeschosszugang“, sagten die Architekten und führten die quirlige Kindergruppe durch den Bau.

Das besondere Kennzeichen des ehemaligen Automuseums, die imposante und reichverzierte Toranlage mit Blausteingewänden, immerhin 3,5 Meter breit und 4,3 Meter hoch, konnte erhalten und in den Umbau integriert werden. „Welche Kita hat schon eine so imposante Eingangstüre, die sich leichtgängig von Kinderhand öffnen und schließen lässt?“, fragte Bürgermeister Arno Nelles in den Raum, der keine Antwort erwartete. Damit im Winter die Temperatur in der Kita nicht rapide sinkt, wenn die Türe aufsteht, wird es eine weitere Glastür geben, die den Eingangsbereich von den Gruppenräumen trennt.

Damit es in Zukunft nicht mehr kalt, sondern nur schön ist, wurden rund 3700 Holzbalken verbaut, ungefähr 600 Quadratmeter Wände wurden gezogen und rund 100 Quadratmeter Fenster wurden eingebaut sowie 50 Innentüren.

Aber nicht nur das Innere des neuen Kindergartens ist großzügig gestaltet. Der Außenbereich wird mit rund 1200 Quadratmetern viel Platz zum Spielen haben. „Und wem das nicht reicht: Eine kleines Türchen wird den Weg zum Spielplatz im Stadtgarten freigeben“, wusste Architekt Alfes.

(ny)
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