Alsdorf: Kinder gewinnen im Alsdorfer Tierpark Vertrauen zu Tieren

Alsdorf: Kinder gewinnen im Alsdorfer Tierpark Vertrauen zu Tieren

Johannas Lachen ist ansteckend und weithin zu hören. Das sechsjährige Mädchen steht vor dem Gehege der Schneeeulen im Alsdorfer Tierpark. Und beim Anblick des planschenden Eulenweibchens bricht‘s aus dem Mädel heraus: „Die badet ja richtig“!

Johanna ist mit ihrem vierjährigen Bruder Julian, Mama Kirsten und Oma Margret auf Erkundungstour. Im Rahmen der Abo Plus-Sommeraktion unserer Zeitung beteiligte sich Familie Germsek an der großen Führung. Die vier wissensdurstigen Würselener Tierfreunde konnten sich quasi ganz nahe an Tierparkleiter Stefan Heffels dranhängen. Dass das der putzige Julian gleich wörtlich und sich die ganze Runde über die Hand des Leiters nahm, sorgte für zusätzliche Heiterkeit.

Ein bisschen Geschichte über den seit 1965 existierenden Park stellte Heffels voran. 30 Hektar misst der Vorzeigepark in der grünen Lunge Alsdorf. Dabei erwähnte der Chef von fünf Mitarbeitern auch gerne, „andere Parks sind neidisch auf unsere Besucherzahlen“.

Dies tat Heffels auch vor dem Hintergrund, dass man immer noch ohne Eintrittspreise auskommt. Allerdings ist fürs Parken ein überschaubarer Obolus zu entrichten. Fakten, welche die Kinder weniger registrierten. Dafür aber mehr auf Rudolf, den prächtigen Damwildhirschen „ansprangen“, der unter anderem eine Wohngemeinschaft mit den Ziegen Fix und Foxi unterhält.

Dass Waschbären auch Kratzbären heißen könnten, vernahm die Gruppe am Gehege der possierlichen Racker. Stefan Heffels hielt mutig die Finger ans Gitter. Der Dank für die vertrauliche Geste, die mit einer Fütterung verbunden war: Es gab ein paar blutige Schrammen. Das hielt den kleinen Julian dennoch nicht ab, mutig das spezielle Plätzchen in den Käfig zu halten.

Noch im Rohbau befindet sich die künftige Heimat der Erdmännchen. Sie sollen ihr Domizil im September beziehen, kündigte Stefan Heffels an. Bei dieser Gelegenheit nannte der Chef auch gleich eine imposante Summe. „Wir haben in den letzten zwei Jahren gut 120.000 Euro in verschiedene Maßnahmen investiert.“ Neben der Anlage für die Erdmännchen werden auch neue Volieren entstehen, sagte Heffels. Demnächst finden auch Krummschnäbel wie Wellensittiche und Kanarien ein neues Zuhause im Tierpark.

Eine ganz spezielle Führung gab‘s dann auch für Julian, Johanna und weitere Kinder, die sich an die Exkursion hingen. Heffels öffnete die Tür zum Dörfchen der Kaninchen und Meerschweinchen. Und auch im Streichelzoo wurden neue Freundschaften zwischen Kind und Tier geschlossen. Freundschaften, die Margret Germsek schon seit 40 Jahren unterhält. Seit sie sich zum ersten Mal im Park umsah und seitdem diesem ureigenen Charme verfallen ist.

(mas)