Alsdorf: Kellersberger Grundschüler bekommen ihr Obst von der EU

Alsdorf: Kellersberger Grundschüler bekommen ihr Obst von der EU

„Wir sind sicherlich kein Brennpunkt, aber auch nicht Beverly Hills”, sagt Elfriede Kosch, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Alsdorf-Kellersberg (GGS). Trotzdem hat es mit dem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen ausgeschriebenen EU-Schulobstprogramm geklappt.

Nach umfangreicher Bewerbung, in der Arbeitspläne, Schulprogramme und Informationen über Hygiene und Lagermöglichkeiten dargelegt werden mussten, erhält die Ganztagsschule nun täglich für jedes Kind 100 Gramm Obst von der EU. Nach Absprache mit einem Lieferanten sollte so die Versorgung der Kinder mit Vitaminen gesichert sein.

Was nicht heißen soll, dass vorher kein Obst gereicht wurde: Jeden Donnerstag gab es im Rahmen des vom Förderverein organisierten Obsttags bisher schon reichlich Früchte. „Wir legen in allen vier Schuljahren Schwerpunkte auf gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung”, erklärt Elfriede Kosch. Dazu gehören neben dem Obsttag auch gesundes Kochen, Pausenspiele, Turnen sowie die Anleitung zu Phantasiereisen und autogenem Training.

Unter dem Motto „Ganzheitliches Leben” versucht die GGS, ihren 175 Schützlingen einen Weg zum Glücklichsein zu zeigen - und versteht das ganz bewusst als Gegenbewegung zu Computerspielen und Fernsehen. „Gesundes Essen spielt für das Wohlbefinden und somit für die Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle”, sagt die Schulleiterin. „Wir versuchen, jedem Kind ein Gespür dafür zu vermitteln, was gut für es ist.”

Um niemanden zu benachteiligen, hat die GGS schon vor Jahren das Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit” ins Leben gerufen, das Schülern aus sozial schwächeren Familien ein Mittagessen für 1 Euro statt 2,50 Euro garantiert. Über das Schulobstprogramm und die Extraportion Vitamin C freuen sich Kinder und Lehrer gleichermaßen: „Dieses Programm passt hundertprozentig in unser Schulkonzept!”

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