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Herzogenrath: Keine Fast-Food-Kette in Merkstein-Süd

Herzogenrath : Keine Fast-Food-Kette in Merkstein-Süd

Das rund 13,25 Hektar große Gewerbegebiet Merkstein-Süd rückt näher an die Realisierung.

Der Umwelt- und Planungsausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig die Abwägungen im Rahmen des frühzeitigen Beteiligungsverfahrens entsprechend dem Verwaltungsvorschlag zu beschließen.

Der Bebauungsplan III/39 und die zugehörige 19. Änderung des Flächennutzungsplanes werden demnächst mit Begründung und Umweltbericht für einen Monat ausgelegt. Vermieden werden sollte nach Wunsch der SPD allerdings die Ansiedlung von großen Fast-Food-Ketten. Die Gesamtschule, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, lege Wert auf gesunde Ernährung, dies stehe im Kontrast, argumentierte Bruno Barth (SPD).

Und Dienstleistungsbetriebe in der näheren Umgebung sollten durch neue Ansiedlungen nicht gefährdet werden, so eine weitere Forderung. Letzteres sei schwierig, verdeutlichte der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt, Stephan Mingers. Durch Bauleitplanung könne nicht in die Gesetze der Marktwirtschaft eingegriffen werden.

Eine Fast-Food-Kette sei allerdings so gut wie ausgeschlossen, da Gastronomie lediglich in Verbindung mit dem Bau- und Gartenmarkt und in gering festgesetzter Größe möglich sei. Reimund Billmann (CDU) und Folker Moschel (Grüne) beschäftigte die Stellungnahme der Polizei.

Diese schlug eine Wohn-Gewerbenutzung vor, beispielsweise durch Betriebswohnungen. Dadurch werde das Gelände belebt und die Sicherheit gefördert. Eine Anregung, sagte Billmann, die „bedenkenswert” sei. Der Bebauungsplan sieht ausnahmsweise zulässige Wohnungen bis maximal 150 Quadratmeter vor und dies auch nur innerhalb gewerblich genutzter Gebäude.