Herzogenrath: Jugendschutz und Karneval: Veranstaltungen ohne Alkohol

Herzogenrath: Jugendschutz und Karneval: Veranstaltungen ohne Alkohol

Die fünfte Jahreszeit ist bereits in vollem Gange und die tollen Tage stehen kurz bevor — auch für den Kinder- und Jugendkarneval in Herzogenrath. Das Angebot für Karneval ohne Alkohol umfasst 14 Veranstaltungen.

„Ich möchte den Vertretern der Kirche und den Vereinen danken, dass sie den Vorbereitungsstress in der kurzen Karnevalssession bewältigen, um Traditionspflege zu betreiben und Kindern und Jugendlichen alkoholfreie Veranstaltungen mit viel Spaß zu bieten“, sagte Bürgermeister Christoph von den Driesch jetzt bei einem Treffen zum Thema „Jugendschutz im Herzogenrather Karneval!“.

Viele Vereine wie die DJO Merkstein, Kirchengemeinden, Kindergärten und Schulen und allen voran die Ritzerfelder Jonge mit ihrer zehnjährigen Prinzessin Lisa I. Druschke und die Stadtgarde Herzogenrath bieten Kinderkarnevalsveranstaltungen an. Zwei Plakate des Stadtjugendrings und des Jugendamtes werben momentan im Stadtgebiet für 14 Angebote.

„Wir organisieren zum fünften Mal einen Nachmittag für Kinder. Bei freiem Eintritt zeigen wir ihnen, wie schön Karneval ist und, dass man sich nicht tierisch betrinken muss, um sich zu amüsieren. Viele Kinder kommen danach auch gerne zu unserer Frühlingsfeier“, berichtet Cindy Preuth von der Stadtgarde Herzogenrath, die am 20 Januar ab 15 Uhr ein Kinderkarnevalsfest in der Mehrzweckhalle Straß an der Josefstraße veranstalten.

„Letztes Jahr haben wir keine der typischen Alkoholleichen unter 18 Jahren vorgefunden, mussten keine alkoholisierten Jugendlichen nach Hause fahren. Die Entwicklung ist sehr positiv. Vor Ort hatten wir viele gute Gespräche mit den jungen Leuten“, berichtet Oliver Krings vom Jugendamt. Auch in dieser Session ist er mit seinen Mitarbeitern wieder vor Ort präsent, um Präventionsarbeit zu betreiben. Eine Werbemaßnahme in dieser Hinsicht ist zum Beispiel das Verteilen von Spucktüten.

Im Vorfeld der närrischen Feiertage schreibt Hartmut Fries vom Ordnungsamt die lokalen Kioske, Tankstellen und andere mögliche Verkaufsstellen von Alkoholika an: „Wir informieren die Inhaber und ihre Mitarbeiter darüber, dass die Abgabe von Alkohol an Minderjährige verboten ist und mit einem Bußgeld bestraft wird.“ Der Fettdonnerstag sei stets der schlimmste Tag.

„Der Jugendschutz hat an diesem Tag drei Arme: Alternative Angebote, Präventionsarbeit durch das Jugendamt und im Notfall entsprechende Maßnahmen durch das Ordnungsamt“, erklärt Kempen. „An Fettdonnerstag sind alle unsere Leute und Zusatzkräfte aus Alsdorf am Rathaus und am Festzelt unterwegs, in Zusammenarbeit mit Jugendamt und Polizei“, erklärt Manfred Sickert. Bereichsleiter öffentliche Ordnung. Da werden dann Personenkontrollen vorgenommen und alkoholische Getränke einkassiert.

„Der Konflikt mit Alkohol hat scheinbar abgenommen, wir stellen fest, dass der Trend von Wodka und ähnlichem harten Alkohol mehr zu leichten Alcopops übergegangen ist. Seit dem vergangenen Jahr ist die Abgabe von Alkohol im Rathaus nur noch gegen eine Schutzgebühr möglich — auch das hat geholfen und wird dieses Jahr wieder so gehandhabt“, sagt Sickert weiter.

„Indem wir Kindern sinnvolle und altersgerechte Alternativen bieten, die ihnen Spaß machen, schützen wir sie davor, bei Großveranstaltungen unter die Räder zu kommen“, sagt Franz-Josef Kempen, Vorsitzender des Stadtjugendrings. „Man muss den Kindern Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten und ihnen ein Vorbild sein. Feiern mit mehreren Generationen ist neben Extra-Veranstaltungen für Kinder die zweite Alternative“, sagt die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann.

Von der Pfarre St. Antonius gibt es am Fettdonnerstag, 7. Februar, ab 14.11 Uhr bei freiem Eintritt eine Feier für Kinder im Pfarrer-Emonds-Haus in Niederbardenberg. Am selben Tag findet ab 13.11 Uhr bei freiem Eintritt im Bürgerhof Merkstein eine Kids-Party bis 15 Jahre statt