Alsdorf: Jürgen B. Hausman zeigt „Kabarett direkt von vor der Haustür“

Alsdorf : Jürgen B. Hausman zeigt „Kabarett direkt von vor der Haustür“

Unverzichtbare Alltagsweisheiten — damit trumpft Jürgen B. Hausmann in seinem aktuellen Programm „Wie jeht et?“ — „Et jeht!“ auf, das er am Donnerstag, 11. Oktober, zum zehnten und letzten Mal in der Stadthalle Alsdorf, Denkmalplatz, 20 Uhr, präsentiert.

Bei der Dernière seines Programms unterhält er wieder mit wunderbarem „Kabarett direkt von vor der Haustür“, wirft seinen liebevoll-komödiantischen Blick in Küchen, Vereinsheime und Musiktruhen und knöpft sich die beliebten Sprüche, Floskeln und Lebensweisheiten vor, die zu jedem gepflegten Gespräch zwischen Tür und Angel, über den Gartenzaun oder an der Käsetheke gehören.

So banal solche Sprüche auch klingen mögen, enthalten sie doch oft erstaunlich tiefsinnige Erkenntnisse, davon ist der Kabarettist überzeugt. „Heut und morjen noch, dann hammer widder übermorjen!“, enthülle dem Rheinländer etwa das schier unergründliche Rätsel der Zeit, so Jürgen B. Hausmann. Die Gewissheit, „dat man de Leute nur vor d’r Kopp kuckt“, habe schon manche Ehe gerettet. Und im ehemaligen Lehrer Hausmann ließ sie zumindest die Hoffnung keimen, dass sich in den Köpfen der heutigen Schüler mehr befindet, als manches Schulhofgespräch vermuten lässt.

Hausmann, der 2014 seinen 50. Geburtstag feierte, schwelgt mit dem Publikum auch gerne in Erinnerungen an die gute alte Zeit, als man es sich „in de Küch auf d’r Eckbank jemütlich“ machte und die TV-Welt noch heil war — außer natürlich in Dallas, Denver und in der Schwarzwaldklinik. Und schon sind wir mittendrin in einer seiner herrlich überdrehten Bühnennummern: Professor Brinkmann, der Mon Chéri der Medizin, eilt zwischen Schwarzwälder Kirsch und Kirschwasser zum nächsten Notfall.

Große Stärke: Alltagskomik

Ob Fernsehabend, Schlagerparty oder Hausputz — Hausmann gelingt es, die Komik des Alltags einzufangen. Gerade darin liegt die große Stärke von Jürgen B. Hausmann. Denn dank seiner Beobachtungsgabe und seines Gespürs für Komik verwandelt der Kabarettist alltägliche Situationen und Menschen in treffsichere, amüsante Geschichten und echte Originale. Oder verpackt sie in seine Gesangsnummern, bei denen ihn sein langjähriger musikalischer Partner Harald Claßen unterstützt. Im aktuellen Programm leben die beiden vor allem ihr Faible für den Schlager der 70er und 80er Jahre aus. Und sie haben noch ein paar Fragen an die Neue Deutsche Welle, z.B.: „Warum hatte Nena nur 99 Luftballons, d’r eine hätten sem doch auch noch kaufen können!“

Jürgen B. Hausmann ist eigentlich drei Personen: Seine Schüler kennen ihn unter seinem richtigen Namen „Jürgen Beckers“ als Lehrer für Griechisch, Geschichte und Latein. Die Karnevalisten lieben ihn als „Ne Hausmann“, egal, ob in den Sitzungssälen der großen rheinischen Karnevalsvereine oder im Fernsehen bei „Karneval in Köln“ oder „Düsseldorf Helau“. Und als Kabarettist ist er unter dem Pseudonym „Jürgen B. Hausmann“ längst eine feste Größe auf den Bühnen und im TV. Sein aktuelles Programm „Wie jeht et? — Et jeht!“ strahlte der WDR im März 2016 mit ebenso großem Erfolg aus wie den Vorgänger „Isch glaub’ et Disch!“.

Tickets für das Programm von Jürgen B. Hausmann sind im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, und beim Kundenservice des Medienhauses, im Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz 2, Aachen, erhältlich.