Konsequenz bei Einsätzen: Jede Rücksichtslosigkeit wird angezeigt

Konsequenz bei Einsätzen : Jede Rücksichtslosigkeit wird angezeigt

„Zum Glück hatten wir bisher keine körperlichen Angriffe“, sagt Wehrführer Dieter Kettenhofen. Verbalattacken indes sind auch die ehrenamtlichen Kräfte der Baesweiler Wehr ausgesetzt. Genauso wie rücksichtslosem Verhalten.

So hat Kettenhofen im Schulterschluss mit dem Ordnungsamt in diesem Jahr schon zwei Vorfälle zur Anzeige gebracht: Vor wenigen Tagen erst ist ein Pkw-Fahrer mit überhöhtem Tempo einen Wirtschaftsweg entlang gefahren, ohne auf die dort tätigen Einsatzkräfte zu achten.

Im anderen Fall hatte sich ein Fahrer mit seinem Wagen im Slalom mitten durch den abgesperrten Bereich geschlängelt, „wobei er Leute unserer Wehr erheblich gefährdete“, versichert Kettenhofen, Dreistigkeiten dieser Art „gnadenlos“ zu ahnden: „Wir müssen uns auch nicht mit schlimmsten Ausdrücken betiteln lassen“, sagt er. Wobei ein überforderter Angehöriger, der sich im Ton vergreife, noch entschuldbar sei.

„Es kommt immer wieder vor, dass unsere Einsatzkräfte mit ihren Maßnahmen nicht immer auf Gegenliebe in der Bevölkerung stoßen“, sagt auch Ralf Jüsgens, Sprecher der Würselener Wehr. Und kündigt ebenfalls an: „Präventiv sind die Dokumentation und die individuelle Unterstützung der Betroffenen sowie eine Initiierung der Strafverfolgung in einer Dienstanweisung geregelt. Außerdem wurden unsere Führungskräfte entsprechend geschult.“

Deeskalationsschulungen sind mittlerweile Standard bei den Wehren, am Samstag findet etwa eine in Alsdorf statt: Die Ausbildungsinhalte reichen von der taktischen Beobachtung der Örtlichkeit bis zu praktischen Tipps, etwa den Einsatzrucksack vor der Brust zu tragen, um gegen körperliche Attacken gewappnet zu sein.

(bea)
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