Würselen: Jecke und Alemannia-Fans sollen am Tulpensonntag aneinander vorbei

Würselen: Jecke und Alemannia-Fans sollen am Tulpensonntag aneinander vorbei

Wenn am Tulpensonntag die Jecken beim Karnevalszug feiern, rollt auf dem Rasen im Aachener Tivoli noch der Ball. Um 14 Uhr ziehen die Karnevalisten vom Würselener Markt in Richtung Parkhotel.

Dort wird der Zug die B 57 kreuzen und weiter in Richtung Bardenberg ziehen. Die Partie der schwarz-gelben Profis gegen Hansa Rostock wird voraussichtlich um 15.15 Uhr abgepfiffen. Dann fahren viele Fans mit Sonderbussen der Aseag zurück in den Nordkreis. Kommen sich Karnevalisten und Fußball-Fans am Parkhotel in die Quere, könnte das zu einem Verkehrschaos führen.

Die Organisatoren des Würselener Karnevalszugs sehen diese Gefahr indes nicht. „Wir sind dann schon über die Kreuzung B57/Parkhotel rüber. Wir sehen kein Problem das bis 15.15 Uhr zu schaffen”, sagt Renate Worms, Präsidentin des Komitees Würselener Karneval (KWK). Zumindest wolle man sich „alle Mühe” geben. Die knapp einen Kilometer lange Strecke vom Markt bis zur B 57 müssen die 45 Gruppen in einer guten Stunde zurücklegen. Genehmigt ist der Zug für 650 Personen, davon 450 Fußgänger. Das Ordnungsamt geht derzeit von zehn Wagen aus. Das scheint machbar, wenn man pünktlich loszieht und es keine Verzögerungen auf der Wegstrecke gibt.

Sollte der Karnevalszug auf der Kaiserstraße länger brauchen, könnte der Verkehrsfluss ordentlich ins Stocken geraten. Nach dem Alemannia-Spiel fahren Einsatz-Busse mit Fans aus dem Nordkreis über die B 57 nach Würselen, Alsdorf und Baesweiler. Wie viele Einsatz-Busse genau auf dieser Strecke fahren werden, ist noch nicht klar. „Unser Angebot richtet sich nach dem Bedarf der Fans”, sagt Aseag-Sprecherin Anne Linden. Kommen viele Fans, benötigt man viele Busse. Falls die alle am Parkhotel warten müssen, könnte sich eine lange Schlange in Richtung Soers bilden. Im Schnitt setzt die Aseag bei Alemannia-Heimspielen elf Sonderbusse auf dieser Strecke ein. „Normalerweise sind die Busse auf dieser Strecke sehr gut ausgelastet”, sagt Linden.

Im Würselener Rathaus geht man indes davon aus, dass die Fußball-Fans nicht auf die Karnevalisten treffen werden. Dirk Knops vom Ordnungsamt erklärte, dass der Karnevalszug das Parkhotel schon passiert haben sollte, wenn die Alemannia-Partie abgepfiffen wird. Die Polizei soll dafür sorgen, dass die Querung der Bundestraße sicher verläuft. Und im Notfall auch die Aseag-Busse durchlassen - auch wenn der Zug doch noch nicht am Parkhotel vorbei ist, wenn die Fan-Busse anrücken. Ob eine solche Lösung sicher realisierbar ist, das wird sich am Tulpensonntag zeigen.

Karneval in Kombination mit Bundesliga-Fußball stellt die Aseag vor eine „enorme logistische Herausforderung”. Nach Alemannia-Spielen fährt die Aseag die Fans in 22 unterschiedliche Richtungen nachhause. Am Tulpensonntag müssen in 18 Richtungen Umleitungen gefahren werden. Zusätzlich zu den Fußball-Fans befördert die Aseag auch viele Karnevalisten, die sich die Umzüge ansehen wollen.

Wenn die Karnevalszüge im Nordkreis losziehen, leitet die Aseag etwa die Linien 11, 21 oder 51 um. Informationen zu den Umleitungen gibt es auf der Webseite der Aseag.