Jahreshauptübung Baesweiler Feierwehr 2019

Jahreshauptübung : Feuerwehr Baesweiler ist fit für den Ernstfall

Hurra, hurra, die Schule brennt? Gott sei Dank war es nicht so. Baesweilers Freiwillige Feuerwehr hatte vielmehr simuliert, um für den Ernstfall fit zu sein. Objekt der Jahreshauptübung waren die beiden Schulgebäude Goethe- und Friedensschule.

Samstag rückten kurz nach 16 Uhr zwischen Graben- und Windmühlenstraße mehr als 100 Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen an, um Brandbekämpfung und Menschenrettung vorzunehmen. Baesweilers Stadtbrandmeister Dieter Kettenhofen und sein Stellvertreter Dirk Grein sowie Thomas Sprank, Kreisbrandmeister und Bürgermeister Dr. Willi Linkens hatten neben vielen Schaulustigen die Übung beobachtet.

Die Ausgangslage schilderte Dieter Kettenhofen: „Der Fokus der diesjährigen Übung liegt – neben der Bekämpfung und Lokalisierung eines Kellerbrandes – auf der gleichzeitigen Rettung einer hohen Anzahl von eingeschlossenen Personen.“ Dies geschah über mehrere tragbare Leitern, verbunden mit diversen Positionswechseln.

Alarm wurde an der Friedensschule ausgelöst, denn aus dem dortigen Keller trat Rauch aus. Die Züge aus Baesweiler, Oidtweiler und Beggendorf waren als erste zur „Brandbekämpfung“ vor Ort, zuzüglich wurden vom Einsatzleiter Bernd Mertens (Brandoberinspektor) die Züge aus Puffendorf und Setterich zur Menschenrettung angefordert. Der Lovericher Zug blieb dagegen als Bereitschaftsdienst in Wartestellung.

Bei Ankunft wurde den Wehrleuten von der Schulleitung berichtet, dass Schüler vermisst würden. Weitere Personen machten sich durch lautes Rufen an den Fenstern der Obergeschosse in der Goetheschule bemerkbar. Durch starke Rauchentwicklung war es den eingeschlossenen Personen nicht mehr möglich, das Gebäude über die normalen Fluchtwege zu verlassen.

Die Rettung über die Leitern begann sofort, während sich weitere Trupps an die Lokalisierung des Brandherdes im Keller machten. Der Rauch zog durch einen Verbindungstunnel vom Keller Goetheschule bis zum Keller Friedensschule. Also müsste die Wehr über die Außentreppe der Goetheschule ins Gebäude eindringen und mit der Brandbekämpfung beginnen.

Gleichzeitig wurden mehr als zehn Personen über die Leitern aus den Obergeschossen gerettet. Die verletzten Personen wurden sofort an einen Sanitätsdienst übergeben. Zur Manöverkritik traf sich die Gesamtwehr anschließend im nahegelegenen Gerätehaus an der Grabenstraße.

(mali)
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