Interview mit dem Vorsitzenden von Rhenania Würselen Norbert Maubach

Interview mit dem Vorsitzenden vom SC Rhenania Würselen/Euchen: „Ein einstelliger Tabellenplatz dürfte machbar sein“

Viele Baustellen gibt es beim SC Rhenania Würselen/Euchen. Im Interview äußert sich der Vorsitzende des Sportvereins, Norbert Maubach, zu Themen wie dem Zusammenschluss mit der Armada-Fußballabteilung, der sportlichen Situation und dem Sportpark

Herr Maubach, in eher unruhigen Zeiten übernahmen Sie im Frühjahr das Zepter des Traditionsvereins Rhenania Würselen. Seitdem ist viel passiert im Verein. Er hat sich mittlerweile in SV Rhenania 05 Würselen/Euchen umbenannt. Wie lautet Ihre Bilanz nach über einem halben Jahr intensiver Vorstandsarbeit?

Norbert Maubach: Die Bilanz der bisherigen Arbeit im Präsidium ist letztlich positiv zu bewerten. Zwar hat es Reibungsverluste gegeben, es mussten Verfahrensabläufe und Zuständigkeiten neu geregelt werden. Zwischenzeitlich wirken die ergriffenen Maßnahmen und es findet eine sehr kooperative und kollegiale Zusammenarbeit statt.

Es gibt einige, auch emotionale Themen, die den Verein in den letzten Monaten und Jahren bewegten und auch zukünftig beschäftigen werden. Hierzu zählt vor allem der Bau des Sportzentrums an der Kauseneichsgasse im Weidener Feld nähe Aquana. Hier haben Sie sich aktiv mit eingebracht. Sind Sie mit dem derzeitigen Planungen und der zeitlichen Schiene zufrieden?

Norbert Maubach: Das neue Sportzentrum wird sehr gut werden. Die Planungen sind weitgehend abgeschlossen. Aus diesen ergibt sich, dass die Stadt Würselen eine qualitativ hochwertige Sportanlage errichten will. Wir wurden im Vorfeld in die Planungen mit einbezogen. Unsere Ideen und Anregungen wurden berücksichtigt. Die Zusammenarbeit funktionierte tadellos.

Nach der jetzt geltenden Zeitschiene soll das Sportzentrum im Jahr 2020 fertiggestellt werden. Wir sind uns mit den Verantwortlichen der Stadt Würselen einig, dass die Qualität der Sporteinrichtung absoluten Vorrang genießt, auch vor der Zeitschiene.

Aber etwas Wehmut ist doch sicherlich immer noch dabei, wenn man bedenkt, dass der Sportplatz Lindenplatz wohl in 2020 einem Baugebiet weichen muss?

Norbert Maubach: Natürlich schwingt Wehmut mit bei dem Gedanken, dass unser schöner Lindenplatz abgerissen werden wird, um dann einer hoffentlich schönen Wohnbebauung neuen Platz in der Innenstadt zu bieten.

Allerdings ist die Freude auf den neuen Sportplatz deutlich größer, da uns dort weitaus mehr Möglichkeiten zum Betreiben unseres Sports, insbesondere bei den Trainingszeiten, zur Verfügung stehen werden. Auch das neue Vereinsheim wird sehr funktional für den sportlichen Bereich und modern und gastlich im gastronomischen Teil ausgebaut werden.

Im Frühsommer folgte der Zusammenschluss der Fußballer der Rhenania und Armada Würselen/Euchen. Wie sieht hier Ihre Bestandsaufnahme aus, nachdem der Spielbetrieb seit dem Sommer läuft?

Norbert Maubach: Der Zusammenschluss der Rhenania mit den Fußballern der Armada basiert auf einer Idee unseres früheren Vorsitzenden Bernd Rongen. Sie wurde sehr konstruktiv und freundschaftlich weiterentwickelt und mündete letztendlich darin, dass die Fußballer der Armada sich unserem Verein angeschlossen haben. Beide Vereine sind bekanntermaßen Traditionsvereine in Würselen und eine solche Tradition verbindet die Beteiligten in ihrem Handeln. Dem neuen Präsidium gehören ehemalige Mitglieder der Armada an und unsere Zusammenarbeit war von vornherein sportlich fair und freundschaftlich.

Ihre Einschätzung zur derzeitigen sportlichen Lage der Seniorenmannschaften der Rhenania?

Norbert Maubach: Die Mannschaften haben schneller als erwartet zueinandergefunden. Die Arbeit der Trainer sowie die Kommunikation der Spieler untereinander ist sehr gut. Mannschaftsübergreifend finden regelmäßig Treffen statt. Die dritte Mannschaft um Trainer Haidun Aytekin hat sich nach anfänglichen kleineren Problemen gefunden und findet sich im Moment im gesicherten Mittelfeld wieder.

Diese Saison wird sicherlich als Findungsphase gesehen, um die nächste Saison dazu zu nutzen, ganz vorne mitzuspielen. Die zweite Mannschaft um Trainer Harry Thomas muss sich noch in der Kreisliga C nach der neuen Zusammenstellung zurechtfinden. Im Moment steckt die Mannschaft mitten im Abstiegskampf. Wir sind aber zuversichtlich, dass sie den Klassenerhalt schaffen wird und wir sind mit Spielern, die die Mannschaft nach der Winterpause verstärken können, im Gespräch. Die erste Mannschaft um Trainer Edin Hadzic hat uns positiv überrascht.

Die Mannschaft hat schneller zueinandergefunden als gedacht, wurde sie doch im Vorfeld von anderen Vereinen als Kandidat im Kampf um den Abstieg gesehen. Im Moment agiert die Mannschaft im Mittelfeld und ist noch etwas schwankend in den Leistungen, konnte aber auch schon positiv überraschen. Das Trainergespann ist zuversichtlich, zur Rückrunde alle Spieler vollzählig begrüßen zu dürfen und mehr Stabilität zu erlangen. Ein einstelliger Tabellenplatz dürfte dann machbar sein.

(ro)
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