Herzogenrath: In Herzogenrath bleibt es bei Schwarz-Grün

Herzogenrath: In Herzogenrath bleibt es bei Schwarz-Grün

Die schwarz-grüne Kooperation in Herzogenrath geht in die vierte „Amtszeit”. Der Grünen-Ortsverband hat nach längerer Debatte jetzt sein Plazet dazu erteilt.

Vorsitzender Dr. Bernd Fasel: „Die Kooperation mit der CDU ist zwar nicht immer geräuscharm gewesen. Aber sie ist erfolgreich. Und es hat sich im Laufe der Zeit ein Vertrauensverhältnis entwickelt.” Auch die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Marie-Theres Sobczyk zeigte sich sehr zufrieden: „Ich bin froh, dass unsere konstruktive Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann.”

Die wiederaufgelegte Kooperation markiert allerdings schwierige Mehrheitsverhältnisse, denn ihre 22 Mandate stehen im Stadtrat der selben Zahl an Oppositionsstimmen gegenüber. Vielfach wird demnach das Votum des Bürgermeisters (CDU) bei Beschlüssen ausschlaggebend sein.

Auch seitens der SPD war verhandelt worden, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und der FDP präferiert hätte. Doch eine Beteiligung der Liberalen an einer wie auch immer gearteten Kooperation ist unter anderem wegen Differenzen in der Frage um die Besetzung der dritten Vize-Bürgermeisterstelle nicht zum Tragen gekommen.

Der entsprechende Kooperationsvertrag ist deutlich länger geworden im Vergleich zu den vorherigen Wahlperioden. Größter Knackpunkt bleibt die unterschiedliche Auffassung in Sachen Umgehungsstraße B258n: Die CDU ist eine Befürworterin der Straße, die zwar auf Aachener Grund und Boden gebaut wird, aber nach Auffassung der Union die Stadt Herzogenrath merklich vom Durchgangsverkehr entlasten würde.

Die Grünen votieren vehement gegen diese neue Straße, unter anderem, weil sie wertvolle Grünflächen zerschneiden würde und weil sie den entlastenden Effekt als äußerst zweifelhaft einstufen.

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