Baesweiler: In Baesweiler wächst das größte Baugebiet in der Stadtgeschichte

Baesweiler : In Baesweiler wächst das größte Baugebiet in der Stadtgeschichte

Erfahrungen mit großen Bauprojekten hat die Stadt Baesweiler. Das war seinerzeit mit der Schaffung der Siedlungsbebauung Am Siegenkamp oder auch im „Malerviertel“ so. Eins der größten und auch engagiertesten Projekte im Stadtgebiet — Baesweiler Südwest, Kloshaus — ist nun eingeweiht worden.

Es misst etwa 18 Hektar und ist in drei Bauabschnitten unterteilt. Der erste Bauabschnitt ist erschlossen, für den zweiten Bauabschnitt, das erklärte Bürgermeister Dr. Willi Linkens vor vielen Besuchern, wird derzeit der Aufstellungsbeschluss vorbereitet. Die Freude war groß bei allen Beteiligten.

Das war sichtbar, als Willi Linkens gemeinsam mit Vertretern der Städteregion, dem Beigeordneten Frank Brunner, der Technischen Dezernentin Iris Tomczak-Pestel, Stadtplaner Josef Meyer und weiteren Beteiligten das symbolische Band zur Einweihung durchschnitt. Zuvor stellte Linkens viele Merkmale des neuen Wohngebiets heraus. So nannte er die gute verkehrliche Anbindung sowohl mit Pkw, Fahrrad oder auch mit dem ÖPNV. Kurz seien zudem die Wege zur Autobahn.

Er stellte auch heraus, dass die Vernetzung mit der gewachsenen Ortslage geschaffen wurde und eine gute Anbindung an das Stadtzentrum vorhanden sei. Das Naherholungsangebot durch die Nähe zum Carl-Alexander-Park (CAP) bezeichnete Linkens als „hervorragend“. Nicht zuletzt ist auch die fahrradfreundliche Anbindung an die freie Landschaft ein sehr positives Merkmal.

Platz für 900 Einwohner

Im neuen Wohngebiet Kloshaus werden einzelne Wohnquartiere gebildet. Dies unter Berücksichtigung eines breiten Spektrums von Wohnformen einschließlich des sozialen Wohnungsbaues. „Damit wird eine breite Marktansprache möglich“, betonte der Bürgermeister, der neben weiteren Gästen auch Amtsleiter Thomas Pilgrim von der Städteregion Aachen willkommen hieß. Geschaffen wird ein Quartiersplatz, der für die öffentliche Nutzung vorgesehen ist. Auch Spielplatz und Kindergarten sind vorgesehen.

Für die Arbeit bei der Erstellung der städtischen Planung dankte Linkens auch dem früheren Technischen Beigeordneten Peter Strauch und in der Fortführung Strauchs Nachfolgerin Iris Tomczak-Pestel. Während der erste Bauabschnitt eine Größe von etwa 7,12 Hektar hat, werden die Abschnitte II und III knapp elf Hektar messen. Die Anzahl an Mietwohneinheiten „ist zwar noch nicht ganz klar“, aber Linkens schätzt, dass es 160 Wohnungen werden, in denen man „erwartete 350 Bewohner“ kalkuliert. In allen drei Bauabschnitten erwartet die Stadt etwa 900 Einwohner.

Bürgermeister Linkens erinnerte noch einmal an die umfangreichen Vorarbeiten. Dazu gehörte die von Alsdorf kommende Haupttransportleitung (Enwor) oder der Umbau der Kreisstraße K 27 oder auch die Schaffung des Kreisverkehrs. Daraus ergaben sich Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro. Aufgeteilt in innere Erschließung (1,4 Millionen Euro.), Deckensanierung (130.000 Euro) und Baukosten für die Umgestaltung (570.000 Euro).

Allein 200 Anfragen von Bauwilligen liegen der Stadt vor, so dass man nun auch zügig den zweiten Bauabschnitt fertigstellen möchte. Linkens: „Viele der Baugrundstücke sind bereits an junge Familien verkauft worden“. Das liege unter anderem daran: „Hier sind einerseits die Grundstückspreise noch erträglich und andererseits finden Familien alles, was sie brauchen.“ In diesem Zusammenhang verwies Linkens auf „Einkaufsmöglichkeiten sowie ein reiches Sport- und Schulangebot“. Linkens: „Für den Bevölkerungszuwachs und den Erhalt unserer Stadt wird also gesorgt.“

(eik)